Bus verursacht Massenkarambolage

Foto: The Nation
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BANGKOK: Am Freitagabend (1. Dezember 2023) ereignete sich im Zentrum Bangkoks ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem mehrere Personen verletzt und fast zwei Dutzend Fahrzeuge beschädigt wurden. Nach Angaben des Arbeitgebers wurde der Unfall von einem Busfahrer verursacht.

Der Elektrobus Nr. 40 des Fuhrunternehmens Thai Smile Bus kollidierte auf der Phaya Thai Road in der Nähe der Pathum-Wan-Kreuzung mit einem Taxi und prallte anschließend in mehrere Fahrzeuge, die an einer Ampel warteten.

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Vier Autofahrer mussten aufgrund von Verletzungen, die sie bei dem Zusammenstoß erlitten hatten, ins Krankenhaus eingeliefert werden. Insgesamt wurden 20 Autos und Motorräder beschädigt. Der Unfall führte zu einem kilometerlangen Stau.

Am Samstag (2. Dezember 2023) gab Thai Smile Bus eine Erklärung ab, in der es hieß, dass der 60-jährige Busfahrer zugegeben habe, versehentlich auf das Gaspedal statt auf die Bremse getreten zu sein, was zu einem Kontrollverlust über das Fahrzeug führte. Eine Untersuchung ergab, dass es keine mechanischen Probleme gab.

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Das Busunternehmen sicherte zu, für die medizinische Behandlung der Verletzten aufzukommen und den Betroffenen Entschädigungen zu zahlen. Disziplinarische Maßnahmen gegen den Busfahrer sind ebenfalls geplant. Das Unternehmen versprach, seine Dienstleistungen zu verbessern, um die Sicherheit der Fahrgäste und der Öffentlichkeit zu gewährleisten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Thai Smile Bus in einen schweren Unfall verwickelt ist. Am 26. September verursachte der von dem Unternehmen betriebene Bus 558 in der Nähe der Soi 4 auf der Rama II Road eine Massenkarambolage mit 10 Fahrzeugen, bei der 18 Personen verletzt wurden. Das Unternehmen betreibt über 70 Routen in Bangkok und verfügt über eine Flotte von 612 Elektrobussen, 635 NGV-Bussen und 23 Elektrobooten.

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SeeYou 04.12.23 11:40
@joe bachmann
Habe zwar keine Erfahrung mit E-Trucks, aber logisch betrachtet sind Deine Ausführungen 100%-ig nachvollziehbar und realistisch dargestellt!
joe bachmann 04.12.23 04:30
sorry oliver, ich war lkw-fahrer und ich kenne elektrofahrzeuge aus eigener erfahrung. sooo übertrieben sind die beschleunigungswerte bei einem bus dann auch wieder nicht.
das ist kein tesla oder porsche. DIE haben massiv bessere werte als herkömmliche fahrzeuge.
aber bei einem stadtbus reicht das verwechseln eines pedals lange nicht um so einen unfall zu verursachen. da sind noch andere faktoren im spiel. krankheit, alkohol, handy? ich weiss es nicht. aber der busfahrer hätte im normalfall mehr als genug zeit um so einen crash zu verhindern.
Oliver Harms 03.12.23 17:30
Der gefährliche Unterschied
E Fahrzeuge beschleunigen im Gegensatz zu normalen Fahrzeugen extrem.
Wenn der Fahrer also vermeintlich das Bremspedal durchgetreten hat,so ist das Resultat
eine sofortige und direkte Beschleunigung wie man sie bei normalen PKW nur mit Turboladern erreicht.
Wobei diese Beschleunigungswerte selbst bei herkömmlichen für Rennen modifizierte LKW und Busse
nicht zuerreicht ist.
Ingo Kerp 03.12.23 14:40
Menschliches Versagen. Das kann jedem passieren und keiner kann sich davon freisprechen. Allerdings sollte Thai Smile vielleicht für seine Fahrer mal ein Sicherhitstraining durchführen und nachdrücklich auf evtl. Fehler hinweisen. Stärkt das Bewußtsein der Busfahrer und verhindert vielleicht zukünftig mal einen Unfall.