Bund-Länder-Runde berät über weiteres Vorgehen in Corona-Pandemie

Der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel (2-L) nimmt an einem per Videokonferenz übertragenen Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (im Bild) beim Europäischen Rat in Brüssel teil. Foto: epa/John Thys
Der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel (2-L) nimmt an einem per Videokonferenz übertragenen Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (im Bild) beim Europäischen Rat in Brüssel teil. Foto: epa/John Thys

BERLIN: Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen haben in Deutschland Regierung und Länder ihre Gespräche über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie aufgenommen. Die Ministerpräsidenten der 16 Länder schalteten sich dazu am Montagnachmittag mit Kanzlerin Angela Merkel zu einer Videokonferenz zusammen.

Wie aus einem Entwurf für ein Beschlusspapier hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen vorlag, könnte der zuletzt von ersten Öffnungen begleitete Lockdown bis zum 18. April verlängert werden.

Gleichzeitig wird in den Papier betont, dass die Anfang März vereinbarte Notbremse angesichts der Infektionsdynamik konsequent umgesetzt werden müsse. Bei einer stabilen Inzidenz von über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen binnen sieben Tagen müssten erste Lockerungen der vergangenen Wochen demnach wieder zurückgenommen werden.

Das Robert Koch-Institut gab die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Montagmorgen mit 107,3 an. Das ist der höchste Stand seit 26. Januar. Vor 14 Tagen lag die Inzidenz noch bei 68,0.

Auf dem Tisch liegt zusätzlich der Vorschlag schärferer Kontaktbeschränkungen oder einer nächtlichen Ausgangssperre in Regionen mit einer Inzidenz von über 100.

Über Ostern könnten die strengen Kontaktregeln für Verwandtenbesuche womöglich gelockert werden. Ein Vorschlag sieht vor, Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis zu erlauben. Was am Ende beschlossen wird, ist aber offen. In der Bund-Länder-Runde, die gut eine Stunde später als geplant begann, wurden längere, teils kontroverse Diskussionen erwartet.

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