Bürgermeister: „Koh Larn kein Paradies!“

Der bei Touristen beliebte Samae Beach auf Koh Larn. Archivbild: Jahner
Der bei Touristen beliebte Samae Beach auf Koh Larn. Archivbild: Jahner

PATTAYA: Der Bürgermeister der Touristenmetropole, Anan Charoenchasri, stattete der Pattaya vorgelagerten Koh Larn einen Inspektionsbesuch ab und kam hinsichtlich der seit vielen Jahren bestehenden Probleme zu der Erkenntnis, dass die Insel nicht für sich behaupten könne, ein Paradies zu sein.

Einem Bericht von „Sophon Cable TV“ folgend, besuchten Anan, sein Stellvertreter und ein großes Gefolge die Insel, um auf einer dortigen Sitzung die dringlichst zu behebenden Problemlagen anzusprechen. Als Beispiele benannte Anan den schier unendlich in die Höhe wachsenden Müllberg, Übergriffe auf Touristen, schmutzige Wasservorräte und illegale Gebäude.

Der Bürgermeister gestand ein, dass die Insel von den Behörden viel zu lange vernachlässigt wurde. Zudem platze das Eiland aus allen Nähten. Zwar zählt die einheimische Bevölkerung lediglich 3.000 Menschen aus 625 Familien, doch hinzu kommen über 2.000 Gastarbeiter, die im Tourismusgeschäft beschäftigt sind. Tag für Tag, wird Koh Larn von 10.000 bis 20.000 Tagesausflüglern regelrecht überschwemmt, vorwiegend aus China (40 Prozent), Russland (30 Prozent), Thailand (20 Prozent) und anderen Ländern. Die Infrastruktur halte diesem Ansturm nicht stand, warnte Anan. Er versprach, die Probleme auf der Insel ein für alle Mal anpacken zu wollen und sagte, dass die Insel zu Recht als ein Juwel gelte, jedoch nicht für sich den Anspruch erheben könne, ein Paradies zu sein, solange die größten Probleme nicht behoben wurden.

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Jürgen Franke 12.01.18 16:00
Es ist schon erfreulich, dass der
Bürgermeister, durch seinen Besuch, selbst diese Erkenntnis gewonnen hat, dass die Insel nun kein Paradies mehr sei und versprach, die Probleme zu lösen. Die Touristen werden ihn an seinen Taten messen.
Ingo Kerp 12.01.18 14:16
Jetzt ist es sogar amtlich, Koh Larn ist ein weiteres Dreckloch in Thailand. Allerdings kämpfen um den 1. Platz noch einige andere verdreckte Touri-Hotspots mit.
Norbert Kurt Leupi 12.01.18 00:06
Kein Paradies
Ueber Probleme redet man schon Jahrzehnte - Gesucht werden aber Lösungen ! Wenn es nicht einfach geht , geht es einfach nicht !