Briten stürmen Strände - Lage teils nicht mehr beherrschbar

Temperaturen von 33 Grad Celsius haben Menschen an die Strände gebracht. Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Regeln für den Mindestabstand von zwei Metern auf einen Meter geändert. Foto: epa/Andy Rain
Temperaturen von 33 Grad Celsius haben Menschen an die Strände gebracht. Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Regeln für den Mindestabstand von zwei Metern auf einen Meter geändert. Foto: epa/Andy Rain

BOURNEMOUTH: Trotz Corona-Pandemie sind am Donnerstag Zehntausende Briten an die Küsten im Süden ihres Landes gestürmt. In Bournemouth mussten die Einsatzkräfte sogar einen «ernsten Zwischenfall» auslösen, weil die Lage nicht mehr beherrschbar war. Das gibt den Einsatzkräften mehr Rechte und Abstimmungsmöglichkeiten.

Solche Menschenmengen habe es sonst nur an den Feiertagen gegeben, teilten Vertreter der Stadt mit. «Wir sind absolut entsetzt über die Szenen, die an unseren Stränden .... in den letzten 24 bis 48 Stunden zu sehen waren.» Einsatzkräfte klagten unter anderem über illegales Parken, Verkehrskollaps, Müllverschmutzungen, aggressives Verhalten der Strandbesucher und Alkoholmissbrauch bei hohen Temperaturen. Es war der bisher heißeste Tag des Jahres im Land. Am Nachmittag wurden über 33 Grad am Flughafen London-Heathrow gemessen.

Gesundheitsminister Matt Hancock forderte auf Twitter seine Landsleute auf: «Wir alle wollen draußen sein und den herrlichen Sonnenschein genießen. Aber wenn Sie unterwegs sind, verhalten Sie sich sicher und halten Sie die Regeln zur sozialen Distanz ein.»

Innerhalb Englands sind auch in der Corona-Krise Tagesausflüge erlaubt. Damit zieht es unter anderem Menschen aus der Millionen-Metropole London an die Küsten. Großbritannien ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

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Ingo Kerp 26.06.20 13:04
Die Bilder der überfüllten Strände zeigen die Durchsetzungsfähigkeit von B. Johnson, Wer hoert noch auf ihn?