Brite fängt Königskobra mit bloßen Händen

Ein Brite verblüfft mit seiner Technik, Schlangen zu fangen, die Einheimischen. Foto: TNA
Ein Brite verblüfft mit seiner Technik, Schlangen zu fangen, die Einheimischen. Foto: TNA

KOH SAMUI: Im Fernsehen kursiert ein Video, das einen Briten zeigt, der eine Königskobra mit bloßen Händen fängt.

Die Moderatoren wunderten sich über seine Technik und sagten, Einheimische seien erstaunt, weil der Ausländer ohne Hilfsmittel mit seinen Händen eine drei Meter lange Königskobra fing. Der 46 Jahre alte Philip Brook aus Großbritannien ist Tierarzt. Er lebt seit 18 Jahren auf der Koh Samui und ist freiwilliger Helfer bei "Samui Snake Rescue". Er hilft gerne Tieren in Not, hat aber eine besondere Vorliebe für Schlangen. Die Kobra wurde übrigens in der freien Natur entlassen.

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Leserkommentare

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Hansruedi Bütler 29.11.18 18:42
Schaden durch Licht
Ich glaube kaum Siam Fan. Die Sonne kann eine wesentlich gefährlichere Strahlung abgeben, von der viele Reptilien geschützt sind. Der "Photonendruck" einer LED ist zu schwach, als dass er Schaden anrichten könnte. Nicht vergessen: Schlangen und alle sich häutenden Reptilien, haben eine zusätzliche "Schutzfolie" auf den Augen und somit auf dem ganzen Körper, die sie bei der Häutung abwerfen. Diese Folie (Haut) schützt zum Teil auch von anderer Strahlung. Ihre Idee finde ich gut, sprechen Sie mit den Leuten im Tessabaan. Eine Kobra flieht nach Möglichkeiten IMMER, eine Königskobra muss man erst stören. Sie ist etwas geruhsamer. Ich denke, sie ist sich ihrer Fähigkeiten bewusst und der Mensch ist kein "wünschenswertes" Opfer. In Indien ist es normal, dass eine Königskobra mit bloßen Händen gefangen wird - oder kennen Sie dies nicht?
Siam Fan 29.11.18 15:32
Bisher nur drei Kobras, noch keine Königskobra
Und die sind alle "pfeilschnell" verschwunden. Und das genau hat eben die Schlange im Film nicht gemacht. Die "LED" sieht echt komisch aus, die ist viereckig, gelblich und dann ist da ein weißer Ring drum und ein Reflektor vom Feinsten. Kostet auch fast 20€. Meine(Baum)Schlange hat zwar hinter dem Kopf die "Zustoß-Schlingen" gehabt, ist aber ansonsten völlig bewegungslos gewesen. Und ich habe sie aus über einem Meter Entfernung angestrahlt. Ich werde das hier mal an die Mitarbeiter der Tessaban weitergeben. Besser wäre noch, es würden sich richtige Fachleute damit beschäftigen. Ich würde schon gerne wissen, ob angestrahlte Tiere Schäden nehmen können.
Hansruedi Bütler 27.11.18 16:26
HID ist nicht gleich LED!
@Siam Fan Die Abkürzung HID kommt vom Englischen high intensity discharge und alle Hochdruck- Gasentladungslampen werden standardmäßig als HID-Lampen bezeichnet. HID-Lampen besitzen auch ohne Leuchtstoff eine etwas bessere Farbwiedergabe als Niederdruck-Entladungslampen ohne Leuchtstoff. Allerdings hat eine HID-Lampe oft einen zusätzlichen Schutzglaskolben, der für die thermische Isolierung notwendig ist und teilweise einen Leuchtstoff trägt. Die beste Farbwiedergabe haben Xenonlampen. Hochdruck-Gasentladungslampen werden zumeist in der Industrie- und Straßenbeleuchtung eingesetzt, meist aus Quecksilberdampf-Hochdrucklampe. Vorsicht, das ist eine Lampe mit einer Wärmestrahlung, welche diverse Schlangen orten können! Ich empfehle Ihnen eine LED-Lensor P7. Die ist klein und handlich und der Lichtstrahl lässt sich fokussieren und kann in zwei Stärken verwenden werden. Z.B. Blenden, Ausleuchten und dies nah und fern. Ob so eine Lampe in TH erhältlich ist weiß ich nicht? Am besten bei Bewachungs Leuten nachfragen.
Siam Fan 27.11.18 16:00
Lichtstärke?
Danke für die Infos. Das was ich hier neu habe ist eine LED-Lampe. Die scheint auch eine WahnsinnsBatterie (2.000mAh) zu haben. Ich kenne mich mit diesen Lichtstärken nicht aus. Die Packung und Beschreibung ist alles nur auf Chinesisch. "Super Fire" und "HID-24W" war für mich lesbar. Dieses Teil ist voll der Hammer, sie passt in meine Faust, und strahle ich einen 30-40m entfernten Baum an, ist der VOLL erleuchtet! Es gibt noch eine größere, die hat 36 Watt. Der Händler meinte, meine hätte "900Lumen". Und da hatte er dann auch eine neue Stirnlampe mit 1200Lumen. Mein Sohn(13) war voll von der PowerZigarre begeistert. Was jetzt immer noch nicht klar ist, ob das für die Tiere schädlich ist. Ich habe dem Sohn eingetrichtert, keine Menschen direkt anzustrahlen. Ich bin aber immer noch der Meinung, in dem Bericht, Video hatte der Brite eine solche Stirnlampe. Das sollte deswegen untersucht werden. Wenn meine Vermutung zutrifft, könnten sich die Mitarbeiter der Tessaban ihre langen Stangen mit Fangschlingen ersparen. Sollten die Tiere aber langfristig Schäden nehmen, sollte man das verbieten.
Hansruedi Bütler 27.11.18 10:44
Vorsicht mit starker Lampe
@Siam Fan Bei Kobras und erst recht bei Schlangen mit einem Grubenorgan ist Vorsicht mit starken Lampen (Wärmeentwicklung) geboten! Und wenn schon, dann eine LED mit mehr als 6300°K. 6800 bis 7300°K sind ideale Werte für extrem "kaltes" Licht. Diese Lampen geben ein "kaltes" Licht ab, welches Kobras weniger reizt und sie können es bei Blendung nicht über die Wärmestrahlung orten. Wichtig auch: Lampe schön ruhig halten und nicht hin und her blenden. Die abgestrahlte Wärme einer Lampe kann eine Kobra sehr genau orten, denn sie hat Infrarot empfindliche Organe und kann daher auch mit geblendeten Augen die Wärmequelle exakt anpeilen. Im Übrigen: Keine Panik vor Schlangen - ruhig stehen bleiben und nicht bewegen - Rückzugsmöglichkeit der Schlange beachten - wenn möglich langsam zurückweichen und Schlange im Auge behalten - sie wird wann immer möglich, fliehen. Beruhigen mit Licht kann auch in die Hose gehen - es gibt Raubtiere die bei starken Lichtreizen sofort angreifen.