Opernreigen der Salzburger Festspiele

US-japanischer Dirigent Kent Nagano. Foto: epa/Maurizio Gambarini
US-japanischer Dirigent Kent Nagano. Foto: epa/Maurizio Gambarini

SALZBURG (dpa) - Der Opern-Premierenreigen der diesjährigen Salzburger Festspiele ist mit einer Neuinszenierung von Hans Werner Henzes «The Bassarids» abgeschlossen worden.

Vor allem die riesenhaft besetzten Wiener Philharmoniker unter Kent Nagano und das hervorragende Sängerteam wurden am Donnerstagabend in der Felsenreitschule mit Ovationen bedacht, allen voran der junge US-Tenor Sean Pannikar als Dionysos, der kanadische Bariton Russell Braun als Pentheus und Tanja Ariane Baumgartner als Agave. Henzes im Jahre 1966 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführte Oper zählt zu den Musiktheaterklassikern des 20. Jahrhunderts.

Etwas weniger enthusiastisch fiel der Applaus für den polnischen Regisseur Krzysztof Warlikowski aus, der das antike Drama nach «Die Bakchen» von Euripides ziemlich brav inszeniert hatte. Die zweieinhalbstündige, in der englischen Originalsprache gesungene Oper handelt von der Rache des Gottes Dionysos an Pentheus, König von Theben, der in einer Art religiöser Ekstase von seiner eigenen Mutter getötet wird. Im allgemeineren Sinne geht es um den Kampf von Ratio und Rausch, Vernunft und Unvernunft, Kontrolle und Hingabe.

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