Brasiliens Ex-Präsident Lula kündigt Kandidatur an

Der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva präsentiert seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen in Sao Paulo, Brasilien. Foto: epa/Fernando Bizerra
Der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva präsentiert seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen in Sao Paulo, Brasilien. Foto: epa/Fernando Bizerra

SÃO PAULO: Ein knappes halbes Jahr vor der Präsidentenwahl in Brasilien hat der ehemalige Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva seine Kandidatur angekündigt. «Alles, was wir getan haben und was das brasilianische Volk erreicht hat, wird von der aktuellen Regierung zerstört», sagte der 76-Jährige am Samstag bei einer Kundgebung in São Paulo. «Wir werden nicht aufgeben - nicht ich und nicht unser Volk. Die Sache, für die wir kämpfen, hält uns am Leben.»

Lula bewirbt sich um die Nominierung seiner Arbeiterpartei (PT) für die Wahl am 2. Oktober. Vizepräsident an seiner Seite will der ehemalige Gouverneur des Bundesstaates São Paulo und frühere Lula-Rivale, Gerardo Alckmin, werden.

Lula regierte Brasilien von 2003 bis 2010. Mit Sozialprogrammen holte er Millionen Menschen aus der bittersten Armut. Auch wirtschaftlich boomte Brasilien während seiner Amtszeit. Allerdings blühte unter seiner Präsidentschaft auch die Korruption in der größten Volkswirtschaft in der Region.

Im Jahr 2018 wurde er selbst wegen Korruption und Geldwäsche zu zwölf Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Deshalb konnte der Linkspolitiker nicht an der Präsidentenwahl 2018 teilnehmen, die schließlich der rechtspopulistische Ex-Militär Jair Bolsonaro gewann.

Im März vergangenen Jahres kassierte ein Richter am Obersten Gerichtshof die Verurteilungen Lulas, der dann seine politischen Rechte zurückerhielt. Bald darauf kehrte er auf die politische Bühne zurück. In jüngsten Umfragen liegt Lula deutlich vor Bolsonaro, der sich eine weitere Amtszeit sichern will.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Klaus Roeper 08.05.22 10:00
Bolsonaro weg und Lula wieder Chef !
Ich kenne die Situation in Brasilien recht gut beruflich und privat . Gehen Sie nach Rio, gehen Sie nach Sao Paulo dagegegen ist Thailand eine Wohlfühloase bezüglich Kriminalität und Drogen . Da geht es richtig zur Sache nicht nur in den Favelas. Da kommen die Reinigungstruppen mit dem Hubschrauber und knallen Sie ab. Pech für Sie wenn Sie zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Es gibt so bekloppte Touris die Armut und Favelas anschauen wollen. Wer das macht ist nicht bei Trost und Lebensmüde, eine brandgefährliche Nummer. Unser Ex Aussenminister der Herr Maas war so einer. Da sind Sie im Garten Eden in Thailand.