Anschlag tötet Polizeibeamten und verletzt vier Personen

Foto: The Thaiger
Foto: The Thaiger

PATTANI: Bei einem Bombenanschlag am Straßenrand wurden gestern in der südthailändischen Provinz Pattani im Bezirk Mai Kaen ein Polizist getötet und vier weitere Beamte verletzt.

Durch die Explosion prallte der Pickup gegen einen Strommast. Alle fünf Polizisten wurden in das Krankenhaus von Mae Kaen gebracht, wo Hauptfeldwebel Bari Baka bei der Einlieferung für tot erklärt wurde.

Der amtierende thailändische Premierminister Prawit Wongsuwan wies heute das Einsatzkommando für innere Sicherheit in Region 4 an, sich um die verletzten Polizeibeamten und die Familie des Verstorbenen zu kümmern.

Bislang hat sich noch keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass der Anschlag von Aufständischen verübt wurde, da er sich gegen Polizeibeamte richtete, die Vertreter des thailändischen Staates sind.

Seit dem Wiederaufflammen der Gewalt in Thailands "tiefem Süden" im Jahr 2004 haben Aufständische in Yala, Narathiwat, Pattani und Teilen von Songkhla sporadisch gewaltsame Angriffe auf Vertreter des Staates - wie Polizei, Regierungsbeamte, Lehrer und buddhistische Mönche - verübt.

Einige aufständische Gruppen kämpfen für die vollständige Unabhängigkeit des historischen Königreichs Pattani, während andere von der thailändischen Regierung einen besseren Lebensstandard und eine bessere Behandlung fordern.

Die thailändische Regierung hatte zuvor einen 108-tägigen Waffenstillstand zwischen dem 15. August und dem 30. November im tiefen Süden vorgeschlagen, um die Vassa - die buddhistische Fastenzeit - zu überbrücken, die am 10. Oktober enden wird. Die Barisan Revolusi Nasional (BRN) erklärte sich bereit, den Vorschlag zu prüfen, doch wurde keine formelle Vereinbarung getroffen. Im April hatten die BRN und die thailändische Regierung erfolgreich einen 40-tägigen Waffenstillstand für den islamischen Feiertag Ramadan eingehalten.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Marco Egloff 23.09.22 09:30
Typisch
Da sieht man wieder einmal, dass Muslime nicht immer fair sind. Da lässt man die Gläubigen den Ramadan feiern, die Betbrüder können tun und lassen was sie wollen. Das einzige was die wirklich können ist: Feige und Hinterlistig sprengsätze fernzünden!! Mehr gibts nicht dszu zu sagen.
Ingo Kerp 22.09.22 13:00
Egal welche Vorgehensweise die thail. Regierung bisher gewählt hat, zu einem Erfolg hat sie nicht geführt. Immer wieder wird von Attentaten und Morden berichtet. Vielleicht, so das Gesetz es zuläßt, sollte man ein robusteres Mandat ausstellen, um das in den Griff zu bekommen, was die Italiener bereits in den 1920er Jahren eine Zeitlang auf Sizilien mit der Mafia geschafft hatten.