Bodenpreise ziehen deutlich an

Niedrigbau- statt Hochhäuser in Bangkoks Nachbarprovinzen

Foto: Fotolia.com
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THAILAND: Bangkoks Nachbarprovinzen – Samut Sakhon, Nakhon Pathom und Nonthaburi – boomen wie nie zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt der renommierte Immobilienberater Colliers International in seiner jährlich erscheinenden Studie zur Entwicklung des Bodenrichtwerts in Bangkok und den umgebenden Provinzen.

Häuser derzeit gefragter als Condos

Statt Hochhäuser werden in den drei Boom-Provinzen zudem vorwiegend Projekte in Niedrigbauweise errichtet, ein weiteres durchaus interessantes Resultat der Untersuchung. Ein Trend, der besonders deutlich erkennbar sei in Gebieten, die an die Hauptstadt angeschlossen sind, informiert Phattarachai Taweewong, Senior Manager der thailändischen Forschungsabteilung von Colliers International. So schwenken viele Projektentwickler wegen der weiter stagnierenden Condo-Nachfrage auf den Bau von Doppel- und Stadthäusern um. Aufgrund der im Vergleich zu Bangkok niedrigen Landpreise in Höhe von zwei bis drei Millionen Baht pro Rai, ist es für die Entwickler im Umland noch erschwinglich, Wohngebäude oder Eigenheime in Niedrigbaupreise auf den Markt zu bringen. Selbst verkehrsgünstig gelegene Grundstücke an Hauptverkehrsstraßen seien hier laut Phattarachai immer noch für rund sieben Millionen Baht pro Rai erhältlich.

Horrende Landpreise sorgen für „Flucht“ aus der Stadt

In der nahen Millionenmetropole hingegen wird fast nur noch in die Höhe gebaut. Grund sind die astronomischen Grundstückspreise, die zu einer regelrechten „Flucht“ aus der Stadt geführt haben. Die zunehmende Beliebtheit der Nachbarprovinzen hat jedoch langfristig betrachtet auch ihren Preis. So ist der Bodenrichtwert, bemessen zum Vergleichszeitraum des Vorjahres, in Samut Sakhon um 31,4 Prozent gestiegen, in Nakhon Pathom um 21,6 Prozent und in Nonthaburi um 12,8 Prozent. 

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Leserkommentare

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Rüdiger 10.02.19 23:08
Landflucht - Stadtflucht. Wo gibt es das nicht?
Roman Müller 10.02.19 16:17
Keine tolle Entwicklung
Mehr Pendler, mehr Stau mehr Smog.