Blanchett besucht Flüchtlingslager

Cate Blanchett. Foto: epa/Gian Ehrenzeller
Cate Blanchett. Foto: epa/Gian Ehrenzeller

COX'S BAZAR/LONDON (dpa) - Die Schauspielerin Cate Blanchett (48) hat in den Rohingya-Flüchtlingslagern in Bangladesch mit eigenen Augen gesehen, welche Gefahr den Bewohnern in der Monsunzeit droht.

«Mir war das Ausmaß bekannt, ich kannte die Zahlen», sagte die Australierin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Aber dann steht man am höchsten Punkt des Kutupalong-Camps und, so weit das Auge reicht, stehen diese sehr instabilen Behausungen auf einem gerodeten Hügel nach dem andern und warten auf den Regen, um hinab zu rutschen und in einander zu krachen.»

Die zweifache Oscar-Preisträgerin («Aviator» und «Blue Jasmine») hatte als Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehrere Tage in den Lagern verbracht. Sie warnte mit Blick auf die bevorstehende Monsunzeit vor einer «programmierten Katastrophe» und rief zur Unterstützung der Hilfsorganisationen auf.

Fast 700.000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya flohen seit vergangenem August vor Gewalt des Militär aus Myanmar in das Nachbarland Bangladesch. Sie leben zusammen mit etwa 300.000 zuvor geflüchteten Rohingya im südlichen Bezirk Cox's Bazar, auf engem Raum unter schlimmen Bedingungen. Kutupalong ist lauf UNHCR inzwischen das am dichtesten besiedelte Flüchtlingslager der Welt.

Der Monsun bringt jedes Jahr heftigen Regen und starken Wind nach Südasien. Im armen, extrem dicht besiedelten Bangladesch verursacht er oft zahlreiche Todesfälle. Die Monsunzeit dauert in der Regel von Juni bis September, aber bereits im April kann es zu ersten Regenfällen kommen.

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Leserkommentare

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Detlef Karg 23.03.18 19:18
Rohigyas.
Cate Blanchett. Wenn sie so sehr darauf bedacht wehren den Rohingyas zu helfen, dann sprechen sie doch mal mit ihrem P- Minister ob er den Rohingyas vieleicht mal eine kurze Zeit bei euch aufnehmen wuerde, mal schauen was er dazu zu sagen haette. Des anderen koennen die Glaubensbrueder, die Reich sind und nicht wissen was sie mit ihrem Reichtum anfangen sollen. Ich schreibe dies zum letzten mal, Myanmar ist buddhistisch und nicht islamistisch und ich wuensche denen dass sie es auch werterhin bleiben, denn du kannst den Islamisten nur so weit trauen wie du ihn sehen kannst.