Bitcoin-Turbulenzen nehmen zu

Foto: epa/Valda Kalnina
Foto: epa/Valda Kalnina

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Die umstrittene Digitalwährung Bitcoin hat sich am Mittwoch nach ihrem heftigen Kursabsturz am Vortag stabilisiert. Am Morgen kostete ein Bitcoin auf der großen Handelsplattform Bitstamp etwa 11.300 US-Dollar. Am Dienstag war der Kurs um etwa 25 Prozent von rund 14.000 Dollar auf weniger als 11.000 Dollar eingebrochen. Auch viele andere Kryptowährungen verloren deutlich an Wert, darunter die zunehmend beliebten Bitcoin-Alternativen Ether und Ripple.

Wesentlicher Grund für den Kurseinbruch waren Befürchtungen, dass der noch weitgehend unkontrollierte Handel mit Kryptowährungen reguliert werden könnte. Zuletzt waren derartige Regierungsvorhaben etwa in der Bitcoin-Hochburg Südkorea bekannt geworden. Die einstige Hochburg China hat bereits Schritte gegen Digitalwährungen ergriffen und erwägt offenbar, das Vorgehen zu verschärfen. Spekuliert wird über ein Verbot von Online-Diensten und Smartphone-Apps, über die auf ausländische Handelsplattformen zugegriffen werden kann.

Hinzu kommen Befürchtungen, dass andere Länder es den Asiaten gleich tun könnten. Am Dienstag hatte Bundesbankvorstand Joachim Wuermeling Regulierungsschritte als eine Frage der Zeit bezeichnet.

Der Bitcoin ist die bekannteste unter den mittlerweile rund 1.400 Digitalwährungen. Er hatte im vergangenen Jahr eine heftige Rekordjagd hingelegt und verteuerte sich im Jahresverlauf von etwa 1.000 auf fast 20.000 Dollar. Andere Digitalwährungen legten - prozentual betrachtet - teilweise noch stärker zu, etwa der Bitcoin-Konkurrent Ripple. Digitalwährungen sind hoch umstritten. Den einen gelten sie aufgrund fehlender staatlicher Kontrolle als Freiheitssymbol, den anderen wegen möglichen Missbrauchs wie krimineller Handlungen als Gefahr.

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