Biden: ​«Papst ein Mann von großer Empathie»

Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G20 in Rom. Foto: epa/Ettore Ferrari
Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G20 in Rom. Foto: epa/Ettore Ferrari

ROM: Auf sehr persönliche und emotionale Weise hat US-Präsident Joe Biden seine Anerkennung für Papst Franziskus zum Ausdruck gebracht. «Er ist ein Mann von großer Empathie», sagte Biden am Sonntag bei seiner Abschluss-Pressekonferenz zum G20-Gipfel in Rom auf eine Frage zum jüngsten Treffen mit dem Papst. Dieser hatte Biden am Freitag vor dem Gipfel im Vatikan zu einer ungewöhnlich langen Privataudienz empfangen. «Er ist einfach ein feiner, anständiger und ehrenhafter Mann», sagte Biden weiter.

Seine Beziehung zu dem katholischen Kirchenoberhaupt sei eine persönliche, betonte der US-Präsident. Der Papst habe ihm und seiner Familie viel Trost gespendet, als sein Sohn Beau 2015 gestorben sei - «als ich den wahren Teil meiner Seele verlor», wie Biden sagte. Papst Franziskus sei damals kurz nach Beaus Tod zu einem Besuch in den USA gewesen und habe explizit darum gebeten, auch seine Familie zu treffen, erzählte Biden. Der Papst habe bei der Zusammenkunft sehr persönlich über Beau und dessen Leben gesprochen. Das habe ihm und seiner Familie viel bedeutet.

Der Papst sei jemand, der sich um Frieden und Anstand und Ehre bemühe, nicht nur in der katholischen Kirche. «Er ist ein wirklich, wahrlich aufrichtiger und anständiger Mann.»

Der regelmäßige Kirchgänger Biden ist erst der zweite katholische Präsident in der US-Geschichte - nach John F. Kennedy. Das Treffen am Freitag war nach Angaben des Weißen Hauses bereits die vierte Zusammenkunft Bidens mit Papst Franziskus.

Bidens ältester Sohn Beau war 2015 im Alter von 46 Jahren an einem Hirntumor gestorben. Der US-Präsident spricht bei öffentlichen Auftritten oft von seinem Sohn und dem Schmerz nach dessen Tod.

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