Biathlon: Regeländerungen in der neuen Saison

Weltcup, Sprint 10 km, Herren. Johannes Kühn aus Deutschland in Aktion auf der Strecke. Kühn unterstützt den weiteren Ausschluss der russischen und belarussischen Teams. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Weltcup, Sprint 10 km, Herren. Johannes Kühn aus Deutschland in Aktion auf der Strecke. Kühn unterstützt den weiteren Ausschluss der russischen und belarussischen Teams. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

KONTIOLAHTI: Die neue Biathlon-Saison startet mit einigen Regeländerungen. So fließen nach einem Beschluss des Weltverbandes die Ergebnisse der Weltmeisterschaften künftig nicht mehr in die Weltcup-Gesamtwertung ein, heißt ein WM-Sieg ist nicht mehr gleichzeitig auch ein Weltcupsieg. Somit wird es in Zukunft deutlich schwerer, die Bestmarke von Norwegens Rekord-Weltmeister Ole Einar Björndalen von 94 Weltcup-Erfolgen zu knacken - denn elf davon waren WM-Einzeltitel und vier Olympiasiege. Triumphe bei Winterspielen werden schon seit Sotschi 2014 nicht mehr als Weltcup-Erfolge mitgezählt.

Zudem gibt es ab der neuen Saison keine Streichresultate mehr, bisher wurden die zwei schlechtesten gestrichen. Damit werden im Kampf um die Große Kristallkugel alle Rennen berücksichtigt. Dafür wird das Punktesystem für die Gesamtwertung und die Disziplinenwertung angepasst, um den Abstand zwischen den Top-Ergebnissen zu vergrößern und sicherzustellen, dass Athleten, die krankheitsbedingt Rennen auslassen müssen, immer noch um die Kristallkugeln mitkämpfen können. Für einen Sieg gibt es nun statt bisher 60 Punkten 90, die weiteren Punkte werden dementsprechend neu gestaffelt.

Außerdem wurden die Preisgelder angepasst. In der ersten Phase bis 2024 sollen im Weltcup und IBU-Cup mehr Athleten Preisgelder bekommen. In einer zweiten Phase von 2024 bis 2026 sollen sie dann erhöht werden.

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