Bewohner fliehen vor dem Hochwasser

Rettungskräfte bringen die vom Hochwasser betroffenen Menschen mit Booten in Sicherheit. Foto: The Nation
Rettungskräfte bringen die vom Hochwasser betroffenen Menschen mit Booten in Sicherheit. Foto: The Nation

THAILAND: Bewohner der tiefer gelegenen Gebiete von Ang Thong und Ayutthaya haben ihre Unterkünfte verlassen und ihre Habseligkeiten auf höhere Ebenen gebracht, weil aus dem Staudamm Chao Phraya große Mengen Wasser entlassen wurde und ihre Häuser überflutet.

Das Royal Irrigation Department (RID) überwacht die Einleitungen am Stausee und erwartet ein Hochwasser von 40 bis 50 Zentimetern. In Gefahr, überflutet zu werden, sind Khlong Phong Pheng im Distrikt Ang Thong, Khlong Bang Ban im Distrikt Muang von Ayutthaya, Tambon Hua Wiang und Tambon Ban Krathum im Distrikt Sena von Ayutthaya sowie Tambon Talad Chid und Tambon Tha Din Daeng im Distrikt Phak Hai von Ayutthaya.

RID-Generaldirektor Thongplew Kongchan sagte, der Abfluss vom Damm werde unter 900 Kubikmeter pro Sekunde gehalten, um eine Verschlechterung der Hochwassersituation zu vermeiden. Mehr als 200 Millionen Kubikmeter Wasser würden in das Einzugsgebiet von Thung Bang Rakam in den nördlichen Provinzen Phitsanulok und Sukhothai umgeleitet. Das Gebiet wird nach der Reisernte in einen Wasserrückhaltebereich umgewandelt. In 12 anderen Gebieten des Chao-Phraya-Beckens ernteten Landwirte noch ihre Ernte. Nach Abschluss der Ernte würden diese Gebiete als Wassereinzugsgebiet mit einer Kapazität von bis zu 1.500 Millionen Kubikmetern Wasser genutzt. In Nakhon Sawan mit den Flüssen Nan und Yom überflutete der Khlong Bang Khian im Bezirk Chumsaeng 20 Häuser in Tambon Bang Khian. Laut den Beamten werden die Überschwemmungen aufgrund der anhaltenden Abflüsse aus dem Norden wochenlang anhalten.

Das Ministerium für Katastrophenschutz berichtete, dass acht Provinzen - Sukhothai, Phitsanulok, Phichit, Amnat Charoen, Yasothon, Ubon Ratchathani, Roi Et und Sisaket - immer noch unter den Überschwemmungen durch die Tropenstürme „Podul“ und „Kajiki“ leiden.

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Rüdiger 10.09.19 10:52
Wo soll denn das ganze Wasser noch hin, wenn alles meterhoch abgesichert ist?
Siam Fan 09.09.19 20:16
Wassereinzugsgebiet=feststehender Fachbegriff
Der entspricht aber nicht dem im Bericht. Siehe zB Wikipedia. Die 200mio qm sind in nicht ganz 3Tagen abgelaufen. Was ich nicht verstehe, die Industriegebiete wurden meterhoch abgesichert, warum hat man die Wohngebiete nicht auch abgesichert und einzelne Häuser dorthin umgesiedelt? Vor den Hochwasser"schutzmaßnahmen" hatten die Meisten kein Hochwasser?!