Bewohner der Grand Hills spenden für Waisenkinder

V.l.n.r.: Andrew Stocks (CEO Sunshine International), Peggy Beyer und Thomas Grüner (GM Sunshine International). Foto: Sunshine International
V.l.n.r.: Andrew Stocks (CEO Sunshine International), Peggy Beyer und Thomas Grüner (GM Sunshine International). Foto: Sunshine International

HUA HIN: Weihnachten ist längst ein kommerziell globalisiertes Fest und erinnert leider auch hier in Thailand mehr an Karneval als an die Geburt Jesu. Dieses Jesuskind in der Krippe steht aber im Christentum eben nicht für Kommerz und Krawall, sondern es steht dafür, dass Menschen davon leben, dass sie als Menschen füreinander da sind, für Nächstenliebe und Hoffnung.

Doch es gibt noch Menschen, die an diesem Tag nicht nur daran denken, die global agierenden Produzenten mit minderwertigen Weihnachtskitsch, Alkohol und ungesunden Nahrungsmitteln reich zu machen, sondern sich unabhängig vom Christentum nach wie vor von diesen zutiefst menschlichen Werten leiten zu lassen.

Peggy Beyer lebt seit Oktober seit Oktober 2020 mit ihrem Mann dauerhaft in Hua Hin, Hin Lek Fai, in den Grand Hills. Auch wenn die Anlage noch nicht vollständig fertiggestellt ist, fand sie dort bereits ein funktionierendes Gemeinwesen vor, in dem Thais, Europäer, Buddhisten, Christen und Atheisten als Menschen zusammenleben.

So erhielten die Beyers schon kurz nach ihrer Ankunft eine Einladung zum Weihnachtsfest der Grand Hills.

Eigentlich war Peggy Beyer nicht nach Thailand gekommen, um hier ein christliches Fest zu feiern, da sie ohnehin dem Buddhismus näher als dem Christentum steht. Die urchristliche Botschaft von Weihnachten ist für sie aber – und sicherlich nicht nur für sie – mindestens so universell gültig wie die globalisierte Kommerzialisierung von Weihnachten.

Peggy dachte sich, wenn sie schon Weihnachten mitfeiere, dann aber richtig, dann sollen die Schwachen im Mittelpunkt stehen und nicht die Belustigung der Spaßgesellschaft.

Statt dem gegenseitigen Beschenken unter Erwachsenen und gutsituierten Bewohnern einer gehobenen Wohnanlage, schlug sie eine Sammlung für die Waisenkinder des Kinderheims der Stiftung „Sunshine Children’s Home“ in Hua Hin vor.

Obwohl das nicht jedem gefiel, setzte sie sich mit der Idee durch und gab gleich einmal 4.000 Baht in den von ihr vorbereiteten Umschlag. Am Ende kamen 8.400 Baht bei der Sammlung zusammen.

Peggy, die schon seit mehr als 24 Jahren jedes Jahr nach Thailand kommt und sich in jedem dieser Jahre für Kinderheime, Elefanten und andere Tiere in Not engagierte, übergab den Spendenbetrag Andrew Stocks vom „Sunshine Children’s Home“. Für Peggy steht fest: Direkte Hilfe ist immer noch die beste Hilfe.

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