Betriebsrat: Einigung auf flexibleren Piloten-Einsatz bei Lauda

Foto: Twitter/@mr_sarcasticx
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WIEN (dpa) - Der Sparkurs bei Ryanair hat auch für die Tochter Lauda in Österreich Folgen. Kündigungen standen im Raum. Die Piloten stimmen laut Betriebsrat nun einem flexibleren Einsatz-Modell zu.

Unter dem Druck der Konzernmutter Ryanair können beim österreichischen Billigflieger Lauda Piloten künftig flexibler eingesetzt werden. Einem entsprechenden Modell stimmten die Piloten nach Angaben des Betriebsrates zu. Der Lauda-Betriebsratsvorsitzende Sandro Mayer sprach am Montagabend laut österreichischer Nachrichtenagentur APA von einem «akzeptablen Ergebnis», das die Arbeitsplätze im Cockpit sichern könne. Die Piloten hätten Neuregelungen bei Urlaub und Einsatzstunden in Betriebsversammlungen mehrheitlich zugestimmt.

Mayer hofft, dass es damit nicht zu den drohenden Kündigungen von Lauda-Piloten kommt und somit auch keine Kampfmaßnahmen drohten. «Auch wir gehen davon aus, dass damit die Kündigungen vom Tisch sind», erklärte eine Sprecherin der Gewerkschaft vida am Dienstag. Lauda wollte sich offiziell zunächst nicht äußern und kündigte eine Stellungnahme für die nächsten Tage an.

Ryanair hatte nach Gewerkschaftsangaben bis zum 14. August die Zustimmung zu einigen Änderungen im Kollektivvertrag verlangt. Die irische Fluggesellschaft verfolgt derzeit unter anderem wegen des Flugverbots für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max einen Sparkurs.

Lauda, vor 18 Monaten unter dem Namen Laudamotion aus der Insolvenz der Air-Berlin-Tochter Niki entstanden und später von Ryanair übernommen, sah sich bis vor kurzem auf Expansionskurs. Lauda hat insgesamt rund 950 Beschäftigte. Am Standort Wien sind laut Firmenangaben 136 Piloten im Einsatz. Die bisher defizitäre Fluglinie rechnet 2019/2020 mit 6,5 Millionen Passagieren.

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