Generationswechsel bei Rothschild & Co

Foto: Wikimedia
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PARIS (dpa) - Im traditionsreichen Bankhaus Rothschild & Co hat die nächste Generation das Ruder übernommen.

Der 37-jährige Alexandre de Rothschild rückte mit der Hauptversammlung am Donnerstag in Paris an die Spitze der Investmentbank. Er trat damit die Nachfolge seines Vaters David de Rothschild an, der den Vorsitz des Aufsichtsrats übernimmt. Rothschild & Co entstand aus der 2003 erfolgten Fusion der französischen und des britischen Zweige der Bankiers-Dynastie.

Deren Geschichte reicht mehr als 200 Jahre zurück: Nach Angaben der Zeitung «Les Echos» übernimmt mit Alexandre die siebte Rothschild-Generation. Der Führungswechsel war von langer Hand vorbereitet worden, der neue Chef war zuvor bereits Stellvertreter seines Vaters. Rothschild & Co erzielte 2017 einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro und machte unter dem Strich 247 Millionen Euro Gewinn.

Der Ursprung der Familiendynastie liegt in Frankfurt am Main, wo der Münzhändler Mayer Amschel Rothschild im späten 18. Jahrhundert in das Kreditgeschäft einstieg. Er schickte vier seiner fünf Söhne nach London, Paris, Wien und Neapel. Sie alle schufen gemeinsam das erste multinationale Unternehmen der Finanzgeschichte, die weltweit bedeutendste Bank des 19. Jahrhunderts. Heute gibt es noch einen weiteren Familienzweig mit der in der Schweiz angesiedelten Bank Edmond de Rothschild.

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