Behinderte warten seit vier Jahren auf Aufzüge

Foto: Thaivisa
Foto: Thaivisa

BANGKOK: Seit vier Jahren warten Behinderte auf die ihnen mehrfach zugesagten Aufzüge an Skytrainstationen.

Aktivist Manit Inpim beschuldigt die Stadt, ihre Arbeit nicht getan zu haben - obwohl 256 Millionen Baht vor fast acht Monaten für den Bau von Aufzügen an allen Ausgängen jeder Station genehmigt worden seien. Laut Panurak Klannurak, Verkehrsdirektor der BMA, hat die Stadtverwaltung immer noch keinen Auftragnehmer gefunden. Im Mai letzten Jahres hatte die Verwaltung versprochen, dass die neuen Aufzüge innerhalb von vier Monaten nach Suche eines Auftragnehmers bereit sein würden. Vor fünf Jahren hatte das Oberste Verwaltungsgericht der Stadtverwaltung (BMA) eine Frist von einem Jahr eingeräumt hat, um Stationen im gesamten Hochbahnsystem für behinderte Pendler zugänglich zu machen.

Manit, der im Rollstuhl sitzt, zerschmetterte im März eine gläserne Aufzugstür bei der Skytrainstation Asoke, nachdem ihm die Benutzung verweigert wurde. Im Rahmen des Rechtsstreits wurde eine gerichtlich angeordnete gemeinsame Kontrolle des Schienennetzes durchgeführt und die Mittel für die zusätzlichen Aufzüge genehmigt. Als im letzten Monat die Skytrainerweiterung für Samut Prakan eröffnet wurde, dauerte es nicht lange, bis die Öffentlichkeit durch eine Rollstuhlrampe an der Station Sai Luat verblüfft wurde, die zu einem Graben voller Unkraut und Müll führte. An einer anderen Front verklagten Manit und fünf andere Aktivisten die U-Bahn (MRT) im November wegen mangelnder Erreichbarkeit und forderten eine Entschädigung in Höhe von 16,8 Millionen Baht.

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Leserkommentare

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Siam Fan 20.01.19 02:10
@Ruediger, danke für den Hinweis!!!
Richtig gut bin ich bei dem Thema auch nicht drauf! Der letzte Satz sollte eigentlich lauten, 'Geld für Behinderte "wegzulächeln", ist schon das Hinterletzte! ' Bin mir eigentlich sicher, ich hatte das genauso geschrieben! Vor Jahren hat ein Politiker mal in den Nachrichten gesagt, und wenn wir den Rest nicht weglächeln könnten, wären wir nicht die Thais! Das war einer meiner schlimmsten Kulturschocks. Seit dem nutze ich diese.... Aussage, wenn ich meinem Frust Luft machen will. Ich habe aber auch eine sehr merkwürdige "Autokorrektur", die hier sehr merkwürdige "Änderungen" verursacht, die beim Kontrolllesen nicht unbedingt auffallen! In diesem Sinne, nochmal Dank für den Hinweis. Mehr würde nur zu weiterer Verwirrung führen.
Jürgen Franke zweckendfremdet. 19.01.19 17:46
Herr Blum, es ist eigentlich menschenunwürdig
was Thailand auf diesem Gebiet den Personen zumutet, die behindert, und somit auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Was Sie für Pattaya schildern, kann ich für Patong sofort übernehmen. Hier wurden jetzt Straßen erneuert, mit dem Ergebnis, dass die Bürgersteige schmaler wurden. Trotzdem wird die Hälfte des Bürgersteiges als Verkaufstheke zweckendfremdet, wenn sie nicht, wie üblich als Parkfläche dient.
Rüdiger 19.01.19 17:46
Hallo Siam Fan! Leider verstehe ich ihren Kommentar nicht, schon garnicht den zweiten Satz: Geld für... Vielleicht bin ich heute nicht gut drauf oder bekomm den Hintergedanken nicht mit. Das ist jetzt nicht bös gemeint, wäre aber für eine Erklärung dankbar.
Siam Fan 19.01.19 16:15
Weggelächelt?
Sicher wird das Geld NICHT weggelächelt, dafür wird heute viel zu wenig gesmiled! Geld für Behinderte ist schon das Hinterletzte!
Ernst Blum 19.01.19 14:54
und wo werden die ganzen Gelder verschwinden
ein Land das für behinderte überhaupt nichts unternimmt. Selbst die meisten Gehwege sind kaum für gesunde Fußgänger nicht immer Gefahren-frei zu bewältigen . am schlimmsten finde ich es in Pattaya die selbst nicht fähig sind die Touristen Zonen einigermaßen in Ordnung zu halten.