Bangkok zweimal durch Fluten lahmgelegt

Wegen der Überschwemmungen kamen gestern und heute viele Menschen Stunden zu spät zur Arbeit. Viele Schulen entschlossen sich am Montag, gar nicht erst den Betrieb aufzunehmen.
Wegen der Überschwemmungen kamen gestern und heute viele Menschen Stunden zu spät zur Arbeit. Viele Schulen entschlossen sich am Montag, gar nicht erst den Betrieb aufzunehmen.

BANGKOK: Überschwemmungen der Innenstadt haben in Thailands Hauptstadt zum Wochenstart zu chaotischen Bedingungen geführt. Nach schweren Regenfällen in der Nacht zum Montag und auch gestern brach der Berufsverkehr in weiten Teilen komplett zusammen.

Betroffen waren besonders Bang Na-Trad, die Sukhumvit Road, Asoke-Montri, Rama IV, Rama III und Lat Krabang. Menschen auf dem Weg zur Arbeit blieben stundenlang mit ihren Autos stecken und einige Schulen entschlossen sich kurzfristig, gar nicht erst den Betrieb aufzunehmen. Mehrere Stunden lang anhaltende schwere Regenschauer ließen den Wasserstand bis zu einem Meter ansteigen und morgens standen einige Straßenzüge noch bis zu einem halben Meter unter Wasser.

Unter schweren Beschuss ist indessen Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra geraten, dem schlechtes Krisenmanagement vorgeworfen wird. Sukhumbhand hatte noch vor zwei Jahren bei seiner Wiederwahl angekündigt, den Hochwasser- und Flutenschutz in seiner Stadt zügig auszubauen und in Zukunft weitere Überschwemmungen der Innenstadt zu minimieren. Politiker und Bürgerbewegungen werfen ihm vor, grandios gescheitert zu sein. Sie forderten seinen Rücktritt und wandten sich an den Nationalen Rat für Frieden und Ordnung (NCPO), den Gouverneur abzusetzen.

Sukhumbhand weilte während der jüngsten Überschwemmungen in Bangkok kurioserweise in Holland und schaute sich dort mit einer Expertengruppe niederländische Maßnahmen für Hochwasserschutz an. Dies sorgte in seiner Heimat für Hohn und Spott. Sukhumbhand hat sich zwischenzeitlich entschuldigt und für heute seine Rückkehr angekündigt. 

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