Bangkok verliert bei Expats an Beliebtheit

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Die thailändische Hauptstadt ist im aktuellen Ranging „Expat Insider: The Best & Worst Cities for Expats in 2019“ von InterNations auf den 20 Platz zurückgefallen.

Im letzten Jahr nahm Bangkok noch den fünften Rang und in 2017 den achten Platz ein. Das Ranking basiert auf 82 Städten weltweit. Um die besten und schlechtesten Städte für Expats zu ermitteln, wurden 20.000 Umfrageteilnehmer in 187 Ländern und Gebieten weltweit gebeten, mehr als 25 verschiedene Aspekte des städtischen Lebens im Ausland auf einer Skala von eins bis sieben zu bewerten. Der Bewertungsprozess betonte die persönliche Zufriedenheit der Befragten mit diesen Aspekten und berücksichtigte sowohl emotionale als auch sachliche Aspekte mit gleichem Gewicht für vier aktuelle Indizes: Lebensqualität in der Stadt, Siedlungsqualität, städtisches Arbeitsleben sowie Finanzen und Wohnen. Bangkok schnitt bei Expats in Bezug auf Gesundheit, Umwelt und politische Stabilität schlecht ab. Die Befragten betrachteten die thailändische Hauptstadt als eine der schlechtesten der Welt für die Qualität der Umwelt (Platz 79), während Bangkok bei der politischen Stabilität auf Platz 74 landete. Visa-Bürokratie war eine weitere Beschwerde unter arbeitenden Expats. „Visumbestimmungen und die Menge an Papierkram, die für die Erteilung einer Arbeitserlaubnis erforderlich ist, machen es für Expats sehr schwierig, über einen längeren Zeitraum zu bleiben", berichtete ein Bulgare. Aber es war nicht alles schlecht, da Expats Bangkok im Allgemeinen immer noch als sicher und erschwinglich empfinden, insbesondere wenn es um die Suche nach einer günstigen Unterkunft geht. Bangkok belegte den 5. Platz unter den asiatischen Städten, die in der Umfrage berücksichtigt wurden, und den dritten Platz im Index Finance & Housing. Über vier von sieben Expats (58%) geben an, dass Wohnungen in Bangkok erschwinglich sind (gegenüber 36% weltweit), und 80 Prozent der Befragten sagten, dass sie leicht zu finden sind (gegenüber 50% weltweit). Bangkok nimmt auch bei den Lebenshaltungskosten einen hohen Rang ein (9.). Die überwiegende Mehrheit ist mit der Gesundheitsversorgung zufrieden (83% gegenüber 73% weltweit) und fühlt sich in Bangkok sicher (89% gegenüber 81% weltweit). „Es ist ein sichererer Ort für meinen Sohn, um dort aufzuwachsen", meinte ein deutscher Expat. Zum zweiten Mal in Folge erwies sich in Asien Taipeh als die beste Stadt, in der man als Expat leben kann. Dahinter folgten Kuala Lumpur und Ho-Chi-Minh-Stadt.

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Ingo Kerp 07.12.19 13:17
Ob sich diese Zahlen aber mit den TAT Zahlen decken?
Thomas Thoenes 07.12.19 10:18
Bangkok vor allem City
wäre für mich eher einer der letzten Plätze an denen ich leben möchte. Verkehr, Lärm, Luft, Gedränge und Dreck überwiegen die Vorteile der Infrastruktur bei Weitem. Von allen Orten an denen ich bisher hier gelebt habe war Nakhon Ratchasima Stadtrand noch das Beste. In 10 Minuten in der City und in 2 Minuten im Grünen. (mit dem Roller 555)