Bangkok startet Tafel für Einkommensschwache

Foto: epa/Diego Azubel
Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Die Stadtverwaltung hat mit der „Bangkok Food Bank“ ein neues Pilotprojekt ins Leben gerufen, bei dem überschüssige Lebensmittel an bedürftige Bevölkerungsgruppen verteilt werden.

Das Projekt ähnelt dem Prinzip einer Tafel bzw. gemeinnützigen Hilfsorganisation, die Lebensmittel, welche im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verwendet und ansonsten vernichtet werden würden, an Bedürftige verteilt oder gegen geringes Entgelt abgibt.

Das Projekt ist das Ergebnis der Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen und wird derzeit im Bezirk Bang Khunthian getestet.

Die Stadtverwaltung erklärte, dass sie abgelaufene und überschüssige Lebensmittel aus Supermärkten und Restaurants, einschließlich Food Courts, in der ganzen Stadt sammelt und sie an die Bedürftigsten verteilt, insbesondere an Menschen in Notsituationen.

Pornprom Vikitsreth, ein Berater von Bangkoks Gouverneurs Chadchart Sittipunt, traf sich am Donnerstag (23. Juni 2022) mit den Organisatoren der „Bangkok Food Bank“, darunter Sozialentwicklungs- und Umweltbehörden, dem Bezirksvorsteher von Bang Khunthian Pongjakkarin Thawornpong und Tanaporn Oi-Isranukul, dem Betriebsleiter der Scholars of Sustenance Foundation Thailand.

Nach Angaben des Rathauses werden die Bezirksämter im Rahmen des Projekts zunächst als Zwischenhändler fungieren, die überschüssige und weggeworfene Lebensmittel einsammeln und an bedürftige Gemeinden verteilen. Später werden Bürgerinitiativen und private Organisationen die Verantwortung für die Verteilung der Lebensmittel im Rahmen des Projekts übernehmen. Es soll der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenwirken und sie stattdessen sinnvoll einsetzen.

Lebensmittelreste, die weggeworfen werden, können nach Aussage von Experten die Umwelt schädigen und weitere wirtschaftliche Probleme verursachen.

Die Lebensmittelabfälle und -überschüsse werden von Hotels, Kaufhäusern, Supermärkten, Wochenmärkten, Einkaufszentren, Food-Courts und anderen Anbietern bezogen, erläutern die Organisatoren der „Bangkok Food Bank“.

Die Stadtverwaltung wird nach eigenen Angaben Vertriebswege einrichten und mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, damit sichergestellt werden kann, dass die Lebensmittel diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen.

Wenn sich das Pilotprojekt in Bang Khunthian als Erfolg erweist, soll es auch in anderen Bezirken der Hauptstadt implementiert werden, so die Beamten.

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Hans-Dieter Volkmann 25.06.22 15:50
H .Spiegel 25.06.22 01:17 Tafel
Herr Spiegel, nur für den Fall das Sie meinen Kommentar meinten mit dem Hinweis: "gemeint ist die Tafel in Bangkok u. nicht in Deutschland"
Ich habe inhaltgerecht auf den Kommentar von Herrn Herzog (24.06.22 14:30) geantwortet und damit eine andere Meinung geäußert. Ich hoffe das Sie damit klar kommen können. Wenn nicht haben Sie vielleicht ein Problem. (Meinungsvielfalt)
Helmut Spiegel 25.06.22 01:17
Tafel
Wir lesen hier von Tafel in Bangkok, und nicht Deutschland.
Erst schreibt man, das die Waren sonst weggeschmissen werden, und dann sollen die
Beduerftigen auch noch Geld dafuer bezahlen.
Rene Amiguet 24.06.22 20:30
@Ulrich Herzog
Es wäre wünschenswert dass Sie verarmen und plötzlich angewiesen wären auf solch grossartige und menschenfreundliche Taten!
Norbert K. Leupi 24.06.22 17:10
Essen für Bedürftige...
kann man in TH gut verstehen , a b e r in Europa ? Gewisse Länder haben in den letzten Jahren soviele Fremdlinge aufgenommen , dass es für die Einheimischen nicht mehr reicht und an der Tafel tafeln oder nachts die Mülleimer aufsuchen müssen ! " Eine Schande , wir schaffen das versprochen - aber nicht geschafft " !
Hans-Dieter Volkmann 24.06.22 15:40
U. Herzog TAFEL 24.06.22 14:30
Sie finden die Tafeln in Deutschland menschenverachtend ? Wie aber würden Sie die Tafeln in D. finden wenn das IHRE Hauptnahrungsquelle, vielleicht sogar die einzige, wäre?
Ulrich Herzog 24.06.22 14:30
Tafel
In den 60zigern kam das bei uns in den Futtertrog. Ich finde die Tafeln in D auch Menschenverachtend.