«Bangkok Post»: AUKUS stellt EU vor Herausforderungen

Foto: epa/Francis R. Malasig
Foto: epa/Francis R. Malasig

BANGKOK: Zum umstrittenen Sicherheitspakt für den Indopazifik zwischen den USA, Großbritannien und Australien (Aukus) schreibt die thailändische Zeitung «Bangkok Post» am Freitag:

«Der Sicherheitspakt Australien-Vereinigtes Königreich-Vereinigte Staaten (Aukus) hat Auswirkungen auf Ozeane und Kontinente. Die trilaterale Sicherheitspartnerschaft wird nicht nur China provozieren, sondern wird wahrscheinlich auch Südostasien weiter spalten (...). Abgesehen von diesen Bedenken stellt die Aukus-Vereinbarung, anglo-amerikanische Nukleartechnologie zu teilen, um Australien den Kauf von acht Atom-U-Booten über zwei Jahrzehnte zu ermöglichen, andere Großmächte vor Herausforderungen, insbesondere die Europäische Union und ihre wichtigsten Mitglieder, sowie Japan. (...)

Aukus wird durch den Konflikt zwischen Australien und China gestützt, bei dem schwer zu sagen ist, wer daran am meisten schuld ist. Australien hat angefangen, als es behauptete, China habe die Corona-Pandemie verursacht. Peking reagierte, indem es die Australier mit einem Zoll- und Handelskrieg schikanierte. Australien kann folglich nicht nachgeben, wenn es seine Glaubwürdigkeit und Entschlossenheit wahren will, und China kann aus dem gleichen Grund keinen Rückzieher machen. Die angespannte Beziehung zwischen Peking und Canberra ist der Hauptgrund für Aukus. Der EU geht es hingegen mehr um die lebenswichtige Verbindung zwischen Sicherheit und Wohlstand im Indopazifik, nicht nur um China.»

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Georg Meyer 15.10.21 23:20
Man Farang
So ist es. Das kleine Litauen hat sich jetzt mit China angelegt, der Grund ist Taiwan. Was hört man von der "Flinten Uschi" und Deutschland? Keine Solidarität, nichts. China will einen Tunnel bauen und finanzieren, von Tallinn nach Helsinki. Die Regierung von Estland wurde gar nicht gefragt.
Wo war denn Merkel am meisten in den !6 Jahren? In China, ich glaube 8 Mal und in den USA 3 Mal.
Der Hauptbremser in Sachen China ist Deutschland, wie Du so richtig beschrieben hast....Autos, Autos... und nochmal Autos nach China verkaufen, wobei fast alle Autos in China hergestellt werden.
Mercedes schaltete mal eine Werbung in China, verwendete einen Satz vom Dalai Lama. Die Werbung musste Mercedes sofort löschen und sich bei der Chinesischen Regierung entschuldigen, das ist Deutschland.
Markus Schättin 15.10.21 17:40
EU, eine Grossmacht...
...hab ich da was verpasst? Die EU ist nur in Bezug auf die Bürokratie eine Grossmacht, aber da ist sie mit Abstand die Grösste!
Michael R. 15.10.21 17:40
Hasenfuesse
@Man farang
"Die EU braucht spaetestens seit Trump eine eigene Armee ..."

Grundsaetzlich voellig richtig!
Das waere aber nur ohne die hasenfuessigen Deutschen moeglich. Wegen unserer Vergangenheit und dem ganzen Kram.
Beat Sigrist 15.10.21 16:30
Dies ist ein
sehr guter Beitrag aus der Bangkok Post! Doch in einem Punkt erlaube ich mir, Australien für den Mut der Aussage zu danken. Den es entspricht wirklich der Wahrheit, dass wir China diese weltweite Pandemie mit Corona zu verdanken haben. Ob dies nun fahrlässig verursacht wurde oder nicht, kann ich persönlich mangels ehrlicher Informationen aus China nicht beurteilen. Es wäre jedoch sicher angebracht, wenn die politische Führung in China jetzt etwas achtsamer mit Ihren Taten und Falschaussagen sich etwas zurückhalten würde.Klar der Westen braucht China um die Wirtschaft weiter nach Vorne zu bringen, aber auch China braucht den Westen um weiter als eine Weltmacht was den Handel betrifft zu expandieren.Ob aber China und der Westen wegen einem befürchteten Gesichtsverlust sich wieder annähern können, denke ich eher leider nicht. Der Machtkampf wird eher weiter gehen bis zu einem Knall, welche beide Seiten nie mehr verkraften können. Ironie der Geschichte, Indien und Europa inklusive Russland werden in der nächsten Generation vielleicht davon profitieren können.
Man Farang 15.10.21 14:50
Chinas Aggression
Man kann Ingo Kerp nur Recht geben, das ist seit langem leider zu beobachten und der boese Kaiser reibt sich die Haendchen ob so vieler alberner Streitpunkte. Die EU braucht spaetestens seit Trump eine eigene Armee und muss eindeutig Stellung beziehen, gegen China, nicht unbedingt mit Amerika, aber ganz klar solidarisch mit Demokratie und Menschenrechten angesichts des extremen Faschismus in China und dessen Hegemonieanspruechen und eigener Interpretation von Grenzen und internationalem Seerecht. Taiwan muss frei bleiben . Leider ist die EU in sich bereits so gespalten und verkommt immer mehr von der Wertegemeinschaft zum Kraemerladen. Applaus , Applaus, wuerde Kermit sagen. Flintenuschi ("wo ist die Kamera") als Europaverwalter? Deutschland als ewiger Bremser muss ja Autos nach China verkaufen, egal wie, und gezz vielleicht Poxit , wobei erst einmal Unxit resp. Orbxit auf der Agenda stehen muesste, der viel der Unstimmigkeiten zu seiner Freude angestossen hat. Mann , bin ich froh ueber 70 zu sein, noch 30 Jahre dieses Elend...................unter dem Regime Chinas und Amazons.
Seppe Toneli 15.10.21 13:20
@ingo kerp
Vom Thailandversteher und -erklärer zum Weltstrategen. Chapeau!
Ingo Kerp 15.10.21 13:00
Die zerfahrene und in sich uneinige EU hat längst den Anschluß verpaßt. Sie ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, das sie den Blick über den Tellerrand verloren hat. Zukünftig wird man nur noch ein Reagieren erwarten dürfen, da ein Agieren nicht mehr moeglich ist.