«Baby-Hitler»-Foto für «Titanic» ohne Folgen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Foto: epa/Florian Wieser
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Foto: epa/Florian Wieser

WIEN (dpa) - Die Zielscheiben-Montage unter dem Titel «Endlich möglich: Baby-Hitler töten!» des Satiremagazins «Titanic» über Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bleibt ohne juristische Folgen.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Freitag sagte, wurden die Ermittlungen eingestellt. Der Verdacht einer Aufforderung zu Straftaten sei verworfen worden, weil das Bild offensichtlich keinen ernsthaften Mordaufruf darstelle. Ein Verfahren wegen Beleidigung sei nicht möglich gewesen, weil Kurz keinen Strafantrag gestellt habe. Im Oktober 2017 hatte der 31-Jährige die Nationalratswahl in Österreich gewonnen, was das Magazin zum Anlass für die Montage nahm. Kurz wurde unter anderem wegen seines strikten Anti-Migrationskurses zum Kanzler gewählt..

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Leserkommentare

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Levi de Ruiter 19.05.18 21:24
«Baby-Hitler»-Foto für «Titanic» ohne Folgen
Der Bundeskanzler Sebastian Kurz hat keine juristische Hilfe veranlasst, die Staatsanwaltschaft hat von sich aus im vorauseilendem gehorsam einen eigenmächtigen Klärungsversuch unternommen ohne Auftrag des Betroffenen. An der coolen Reaktion des österreichischen Kanzlers ist zu erkennen, dass es sich um einen Mann mit hoher Kompetenz und ausgereifter Selbstsicherheit handelt. Es wäre wünschenswert, wenn Personen der Öffentlichkeit auf schwachsinnige Angriffe nicht reagieren würden und den Schrott was teilweise abgesondert wird, einfach ignorieren. Wer kein Echo auf seine Ausdünstungen erhält, wird begreifen, dass einiges der Fantasie besser nicht den kranken Kopf verlassen, und nach außen getragen werden sollte.
Jürgen Franke 19.05.18 16:47
Es ist schon erschreckend,
wie primitiv Satire sein kann.
Rainer Hoff 19.05.18 12:53
Baby-Hitler
So einen Kanzler wie Sebastian Kurz bräuchten wir auch in Deutschland , aber unsere fliegt nach Russland um Anweisungen zu holen , was ist aus unserem Land geworden ?