Auto fährt in Berlin in Menschengruppe

​Fahrer festgenommen

Ein nach einem Verkehrsunfall beschädigter Pkw steht am Bahnhof Zoo unter einem Zelt der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verlor der Fahrer beim Linksabbiegen die Gewalt über sein Fahrzeug... Foto: Paul Zinken/dpa-zb-zentralbild/dpa
Ein nach einem Verkehrsunfall beschädigter Pkw steht am Bahnhof Zoo unter einem Zelt der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verlor der Fahrer beim Linksabbiegen die Gewalt über sein Fahrzeug... Foto: Paul Zinken/dpa-zb-zentralbild/dpa

BERLIN: Ein Auto fährt in eine Menschengruppe - mitten in Berlin. Sechs Menschen werden verletzt. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf versuchten Totschlag, hat aber keine Hinweise auf einen Anschlag.

Ein 24-jähriger Mann ist in Berlin am Bahnhof Zoologischer Garten mit seinem Geländewagen in eine Menschenmenge gefahren und hat sechs Personen verletzt. Der Fahrer habe ersten Erkenntnissen zufolge am Sonntagmorgen beim Abbiegen die Kontrolle über das schwere Auto verloren, weil er zu schnell unterwegs war, sagte eine Polizeisprecherin. «Wir haben bislang keinen Hinweis auf ein Anschlagsgeschehen.» Es gebe auch keine Anhaltspunkte für eine politische oder religiöse Motivation.

Der 24-Jährige sei vor Ort festgenommen worden. Gegen ihn werde wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Hinweise auf ein illegales Autorennen mitten in der Stadt gebe es nicht.

Der Mann war am Sonntag gegen 7.20 Uhr am Hardenbergplatz in Berlin-Charlottenburg von der Fahrbahn abgekommen und in die Menschengruppe gefahren. Drei Männer wurden nach Polizeiangaben schwer verletzt und mussten intensivmedizinisch behandelt werden. Einer von ihnen sei 32 Jahre alt. Die Identität der anderen beiden Opfer blieb vorerst unbekannt. Sie seien auch am Nachmittag nicht ansprechbar gewesen. Sie gehören dem Sprecher zufolge zur Obdachlosenszene. Einer der Schwerverletzten schwebte nach Angaben der Polizei am Nachmittag noch in Lebensgefahr. Zudem seien bei dem Unfall zwei Frauen im Alter von 38 und 57 Jahren sowie ein 57-jähriger Mann leicht verletzt worden.

Einer der Verletzten sei unter dem Fahrzeug eingeklemmt worden und nach der Bergung und Reanimation wie die anderen Verletzten ins Krankenhaus gekommen, hieß es von der Feuerwehr. Die Polizei hatte die Zahl der Verletzten zunächst mit sieben angegeben. Mehrere Augenzeugen wurden von Notfallseelsorgern betreut. In dem Bereich am Bahnhof Zoo seien auch am Sonntagmorgen viele Menschen unterwegs gewesen.

Das Unfallauto stieß gegen einen Briefkasten. Der genaue Fahrverlauf sei noch ungeklärt, sagte die Polizeisprecherin. Der Fahrer sei nicht verletzt. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm 0,7 Promille, wie ein Sprecher am Nachmittag sagte.

Ermittler vor Ort befragten Zeugen und untersuchten den Geländewagen. Die Hardenbergstraße und der Ausgang aus dem S-Bahnhof Zoologischer Garten waren bis zum Mittag abgesperrt. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung über den Unfall berichtet.

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Frank Matthias 27.07.20 20:30
Propagandavorgaben?
Wo stehen denn die Propagandavorgaben?
Haben Sie die gelesen?
Gibt es auch Diffamierungsvorgaben?

Freue mich über Antworten mit Nachweisen.
Thomas Schiffer 27.07.20 17:30
Lesen wir mal zwischen den Zeilen: Ein 24 jähriger fährt in Berlin einen SUV - ganz normal. Der 24 jährige ist in Berlin aber nicht gemeldet - ganz normal um die Uhrzeit. Das Auto hat ein lettisches Kennzeichen - völlig normal, wenn man in Deutschland irgendwo angemeldet ist. Nationalität des Fahrers erst mal unklar , obwohl es ja im Perso stehen sollte. Aber da halten sich die Journalisten ganz klar an die Propagandavorgaben. Sollte man irgendwas Deutsches konstruieren können, dann war es ein Deutscher, ansonsten weiß man es nicht. Da reicht schon , dass man Besitzer eines deutschen Meerschweinchens ist. Früher hätte man gewußt, wem das Auto gehört, denn das steht auch in den Papieren. Vielleicht ist das Auto ja gestohlen? Fragen über Fragen, die ein Journalist heute nicht mehr rausbekommen kann. Der wartet lieber, was Klaus Kleber an Infos frei gibt