Ausländische IS-Kämpfer in Syrien

Bürde für Kurdenmiliz

Foto: Tagesschau.de
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DAMASKUS (dpa) - Wie US-Präsident Donald Trump haben auch die von Kurden geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) die internationale Gemeinschaft aufgefordert, ausländische IS-Kämpfer zurückzunehmen. «Wir kämpfen gemeinsam mit einer internationalen Allianz gegen Terrorismus und den IS», sagte Abdel Karim Omar der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Daher müsse auch das Problem der gefangenen ausländischen IS-Kämpfer und ihrer Familien gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft koordiniert werden. «Es ist eine Bürde, die wir nicht alleine tragen können», sagte der SDF-Sprecher.

In der Nacht hatte US-Präsident Trump die europäischen Verbündeten zur Aufnahme und Verurteilung von Hunderten von gefangenen Kämpfern aufgerufen. Andernfalls wären die USA gezwungen, die Kämpfer auf freien Fuß zu setzen, twitterte Trump in der Nacht zum Sonntag. SDF-Sprecher Abdel Karim Omar unterstützte Trumps Aussagen.

Genaue Zahlen zu ausländischen IS-Kämpfern in den Händen der SDF nannte der SDF-Sprecher allerdings nicht. «Es sind Hunderte». Trump sprach von mehr als 800 ausländischen Kämpfern.

NDR und SWR hatten Anfang Februar mit Verweis auf Sicherheitskreise von mindestens 60 deutschen IS-Anhängern berichtet, die in Gefängnissen und Gefangenenlagern in Nordsyrien säßen.

Dem Bundesinnenministerium in Berlin lagen zu Monatsbeginn Erkenntnisse zu 1050 mutmaßlichen Islamisten vor, die sich bis 2018 in Richtung Syrien und Irak auf den Weg gemacht hatten.

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