Ausgebüxtes Tigerbaby: Kein Liger, sondern Tiger

Foto: The Nation
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CHACHOENGSAO: In der Provinz Chachoengsao kam es zu einer überraschenden Wendung im Fall eines entlaufenen Tigerbabys. Entgegen den Behauptungen des Besitzers einer lokalen Tigerfarm stellte sich heraus, dass das Tier kein Liger – eine Kreuzung aus Löwe und weiblichem Tiger – ist. Dies bestätigten Beamte der Wildtierbehörde nach einer genauen Untersuchung.

Das Jungtier, das Anfang der Woche ausgebüxt war, wurde am Donnerstagnachmittag (16. Mai 2024) von einem Motorradfahrer auf einer Straße, 80 Kilometer östlich von Bangkok, entdeckt. Die örtliche Polizei von Bang Pakong und ein Rettungsteam konnten das Tier innerhalb von etwa zehn Minuten sicher einfangen. Berichte zufolge zeigte sich das Tigerjunge dabei überraschend zutraulich und verspielt.

Der Vorfall zog weitere Aufmerksamkeit auf sich, als Yutthana, der Besitzer der Farm, am Donnerstagabend behauptete, das entlaufene Tier sei ein Liger. Er erklärte, er habe dem Tier schwarze Streifen aufgemalt, um es für einen Werbedreh als Tiger aussehen zu lassen. Diese Aussage wurde jedoch schnell widerlegt.

Pitak Inthasorn, Direktor des Wildlife Protected Area Regional Office 2, erklärte nach der Inspektion des Tieres auf der Farm im Bezirk Bang Khla, dass es sich definitiv um einen Tiger handle. Die Behörden planen nun, die Herkunft des Jungtiers anhand von Mikrochip-Datenbanken und den vom Besitzer vorgelegten Eigentumsdokumenten weiter zu prüfen.

In Thailand sind Tiger gemäß dem Gesetz über die Reservierung und den Schutz von Wildtieren aus dem Jahr 2019 sowie nach dem internationalen Übereinkommen über den Handel mit gefährdeten Arten (CITES) streng geschützt. Ein Liger hingegen fällt nicht unter diese Schutzbestimmungen. Der Vorfall hat erneut Fragen zur Regulierung und zum Schutz exotischer Tiere in Gefangenschaft aufgeworfen.

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