Ausflug zum Seerosenmeer

Auf einer Bootstour kann man das Talay Buadaeng entde­cken. Die Ausmaße des Seerosenmeeres sind beeindruckend.
Auf einer Bootstour kann man das Talay Buadaeng entde­cken. Die Ausmaße des Seerosenmeeres sind beeindruckend.

Die Reisereportage „Märchenhafter Nordosten“ (FA01/2018) nahm ein Leserpaar zum Anlass für einen mehrtägigen Ausflug:

Seit im Wat Kham Chanod mehrere Folgen einer Seifenoper gedreht wurden, gilt der Tempel als Besuchermagnet.
Seit im Wat Kham Chanod mehrere Folgen einer Seifenoper gedreht wurden, gilt der Tempel als Besuchermagnet.

Es ist immer wieder schön zu lesen, wenn DER FARANG einen interessanten Reisebericht bringt oder auf einen oder mehrere Punkte und Orte, Seen oder was auch immer in Thailand hinweist. Das ist immer Anlass für uns, diese Sehenswürdigkeiten zu besuchen und selbst anzuschauen. So haben wir in der Neujahrsausgabe einen Bericht über Nong Han Kamphawapi, das Meer der rosaroten Seerosen, gelesen. Das war Anlass und Reiz genug, uns das einmal selbst anzusehen. So sind wir am 9. Januar 2018 nach Kamphawapi gefahren und haben uns in der Nähe des Sees im „KP Hotel Udonthani“ einquartiert. Es ist ein schlichtes und einfaches Hotel mit Preisen um die ca. 700 Baht/ Nacht, hat aber den Vorteil, dass es lediglich 6 Kilometer vom nächsten Bootsanleger entfernt ist, um eine Tour über den See zu machen. Wir waren früh am Morgen um 8 Uhr am Anleger des „Red Lotus Sea – Talay Buadaeng“ und haben eine Boots­tour in einem der größeren Boote für 500 Baht unternommen. Kleinere Schnellboote, ohne Sonnendach, kosten 300 Baht. Die Fahrt dauert jeweils eine Stunde und man fährt durch die Seerosen bis zu einer kleinen Insel. Auf der stehen mehrere Holzhäuschen für die Mönche und eine Buddhastatue. Leider hat die Insel wegen der bisherigen Regens unter Wasser gestanden, so dass die hölzernen Stege zu den Häuschen alle weggefault waren und die Mönche auf dem Festland wohnten. Es waren dennoch genügend betonierte Wege vorhanden, auf denen man über das Inselchen gehen konnte. Der See ist mit Millionen von roten und rosafarbenen Seerosen bedeckt. Es lohnt sich das anzusehen, bis die Sonne hervorkommt, dann schließen sich die Rosen, weshalb alle Touren in den frühen Morgenstunden durchgeführt werden.

Sanft der langen Naga-Schlange auf der Mauerbegrenzung über den Rücken zu streichen, soll Glück bringen.
Sanft der langen Naga-Schlange auf der Mauerbegrenzung über den Rücken zu streichen, soll Glück bringen.

Eine weitere sehr interessante Tour brachte uns dann in die Nähe von Udon Thani zum Wat Kham Chanod, das auch in früheren Zeiten den Namen Wat Sirisuttho trug, benannt nach der Sage der Naga, die im das Wat umgebenden Gewässer gelebt haben soll. Das Wat ist inzwischen ein Publikumsmagnet geworden, nachdem hier drei Folgen einer thailändischen Seifenoper gedreht wurden und im Channel 7 liefen. Das Tempelgelände ist sehr weitläufig und hat einen langen Steinweg mit seitlicher Mauerbegrenzung, die rechts und links von jeweils mit einer langen Naga gekrönt ist. Der Menschenandrang war riesig, obwohl wir unter der Woche da waren. Laut Personalauskunft musste man zu Neujahr den Menschenstrom so handhaben, dass lediglich immer nur „Gruppen“ von jeweils 50.000 Menschen Einlass fanden, da die Anlage nicht mehr verkraftete. Was auffiel waren zwei Dinge. Die hauptsächliche Konzentration gilt drei kleinen offenen Tempeln, die von je einer Person geleitet wurden. Es wurde gebetet und die Gläubigen überreichten die schönsten Blumengebinde mit geflochtenen Palmblättern. Natürlich wurde auch Geld mit darin untergebracht. Die Gläubigen geben die Gebinde dem Vorbeter und der platziert diese, solange noch Platz da ist. Der andere auffällige Punkt war die Tatsache, dass ich bisher kein Wat gesehen habe, das innerhalb und außerhalb seines Geländes über so viele Verkaufsstände verfügte. Wie gewohnt, boten natürlich alle das Gleiche an. Dennoch, man muss das Wat Kham Chanod gesehen haben, da es ein Magnet derzeit in Thailand ist. Zur Übernachtung bezogen wir das Hotel „Siamgrand Hotel“ in Udon Thani. Ein angenehmes Mittelklassehotel mit guter Ausstattung und schönen Zimmern. Preislich, für diese Klasse, überraschend günstig mit 1.200 Baht/ Nacht inkl. Frühstück. Leider, was vorher nicht abzusehen war, waren die Temperaturen am Abreisetag kräftig gefallen, wodurch die Ausflüge, speziell in den frühen Morgenstunden, nur mit einer wärmenden Jacke zu machen waren. Dennoch, es war alles sehr interessant und schön und mal wieder eine tolle Anregung durch den FARANG.

Ingo Kerp & Samroeng (Jen) Chalaemklang, Nakhon Ratchasima

Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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