Auch US-Präsidentschaftsbewerberin Warren kritisiert Trump-Rhetorik

Foto: epa/Tannen Maury
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NEW YORK (dpa) - Nach den Bluttaten von Dayton und El Paso mit mehr als 30 Toten hat US-Präsident Donald Trump mit seiner Rhetorik über Minderheiten und Migranten weiter Kritik auf sich gezogen.

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren warf ihm unter anderem vor, Verfechtern der These der weißen Überlegenheit (White Supremacists) Hilfe und Zuspruch zu geben, wie die Zeitung «The New York Times» am Mittwoch (Ortszeit) berichtete. Auf die Frage eines Reporters, ob Trump ein «white supremacist» sei, habe die Senatorin am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa ohne Zögern «Ja» gesagt, schreibt die Zeitung.

Warren gehört unter den Demokraten zu den aussichtsreichsten Bewerbern, bei der Präsidentschaftswahl 2020 ins Rennen gehen zu können. Wenige Stunden zuvor hatte sich der demokratische Präsidentschaftsbewerber Beto O'Rourke aus Texas ähnlich geäußert. Trump habe «geholfen, den Hass zu schaffen, der die Tragödie vom Samstag möglich machte», erklärte er in Anspielung auf das Massaker in El Paso.

In der Stadt an der Grenze zu Mexiko hatte ein Todesschütze am Samstag in einem Einkaufszentrum um sich gefeuert. Insgesamt kamen 22 Menschen ums Leben, darunter mehrere Mexikaner und auch ein Deutscher. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Hintergrund aus. Der mutmaßliche Täter, ein 21-jähriger Weißer, ergab sich der Polizei und ist in Gewahrsam. Der Schütze soll seinen Angriff «als Antwort auf die hispanische Invasion in Texas» bezeichnet haben. Ein weiterer Angreifer hatte in Dayton im Staat Ohio neun Menschen erschossen.

Trump hat die Eindämmung illegaler Einwanderung über die US-mexikanische Grenze zu einem Kernanliegen seiner Präsidentschaft gemacht. Kritiker werfen ihm vor, mit seiner Rhetorik gegen Migranten und politische Gegner den Rassismus im Land zu befeuern.

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