Atomverhandlungen mit Iran in Katar 

der Iran hofft auf die Wiederaufnahme der Atomgespräche. Foto: epa/Abedin Taherkenareh
der Iran hofft auf die Wiederaufnahme der Atomgespräche. Foto: epa/Abedin Taherkenareh

TEHERAN/DOHA: Die Verhandlungen über das internationale Atomabkommen mit dem Iran sollen im Golfemirat Katar fortgesetzt werden. Bereits am Dienstag wollen sich Unterhändler in der katarischen Hauptstadt Doha treffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag unter Berufung auf das Außenministerium.

Die Gespräche sollen nach Angaben aus dem Iran unter Vermittlung der Europäischen Union stattfinden. Direkte Gespräche mit den USA soll es zunächst nicht geben. Auch werden im Gegensatz zu den bisherigen Treffen in Wien die anderen fünf Vertragspartner - China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland - nicht teilnehmen. Seit März stocken die Verhandlungen bereits.

Die Ankündigung erfolgte nach einem Besuch des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell in Teheran am Wochenende. Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian hatte die Wiederaufnahme der Verhandlungen gemeinsam mit Borrell angekündigt. Irans Präsident Ebrahim Raisi versicherte später ebenfalls, dass sein Land die Verhandlungen fortsetzen wolle.

Die Internationale Atomenergiebehörde warnte kürzlich, dass der Iran nur noch wenige Wochen benötige, um Ausgangsmaterial für eine Atombombe zu produzieren. Teheran betont immer wieder, Nukleartechnologie nur für friedliche Zwecke zu nutzen.

Das Abkommen soll das Atomprogramm der islamischen Republik wesentlich einschränken. Im Gegenzug wird die Aufhebung von Sanktionen in Aussicht gestellt. Die USA waren 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump 2018 einseitig aus dem Abkommen ausgestiegen und hatten neue Sanktionen gegen den Iran verhängt.

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