Arzt verliert nach Höhlenrettung seinen Vater

Rettungswagen verlässt das Höhlengelände in Mae Sai. Foto: epa/Pongmanat Tasiri
Rettungswagen verlässt das Höhlengelände in Mae Sai. Foto: epa/Pongmanat Tasiri

CHIANG RAI/CANBERRA (dpa) - Der australische Arzt Richard Harris, der nach dem Höhlendrama in Thailand als Held gefeiert wird, hat kurz nach der Rettung aller Kinder seinen Vater verloren.

Täglich legte der Anästhesist aus Adelaide zuletzt den gefährlichen, vier Kilometer langen unterirdischen Weg zurück, um den Gesundheitszustand der zwölf jungen Fußballer und ihres Trainers zu untersuchen, die seit dem 23. Juni in der Höhle im Norden Thailands gefangen waren. Seine 30-jährige Erfahrung im Höhlentauchen machte das möglich. Die Behörden bezeichneten den Beitrag des Spezialisten als «unentbehrlich» für die Rettungsaktion.

Am Dienstag dann starb Harris' Vater - unmittelbar nach dem umjubelten Ende der Mission, wie der Chef des Südaustralischen Rettungsdienstes via Twitter mitteilte. Harris werde jetzt heimreisen und eine wohlverdiente Auszeit bei seiner Familie bekommen.

Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull lobte den Mut der australischen und aller übrigen Rettungskräfte. «Es ist eine der heldenhaftesten und beeindruckendsten Ereignisse unserer Zeit», sagte er. Arzt Harris habe so eine bedeutende Rolle dabei gespielt - «das ist wirklich eine Inspiration.»

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Leserkommentare

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Ingo Kerp 12.07.18 14:59
So dicht liegen Glück und Leid beieinander.
Dr. Dr. Prof Ulm 11.07.18 23:18
Also der Artikel ist sowas von schlecht geschrieben!!! Da könnten sich einige mal ne Scheibe von mir abschauen!!!.