Armut lässt viele Kinder die Schule abbrechen

Symbolbild: epa/Barbara Walton
Symbolbild: epa/Barbara Walton

BANGKOK: Mehr als zwei Millionen Schülerinnen und Schüler laufen Gefahr, aus dem Bildungssystem auszusteigen, da die Armut sie zwingt, für ihre Familie Geld zu verdienen.

Die Zahl wurde jetzt vom Bildungsministerium und dem staatlichen Fonds für Gerechte Bildung (EEF) bekannt gegeben, nachdem landesweit rund 430.000 Schulabbrecher befragt wurden. „Der am häufigsten genannte Grund war, ihren Eltern zu helfen, Geld zu verdienen. Das ist besorgniserregend, da viele der von uns befragten ehemaligen Schüler - von denen einige erst zwölf Jahre alt sind - in einfachen und gefährlichen Berufen wie auf Baustellen beschäftigt sind oder Blumengirlanden auf Kreuzungen verkaufen", erläutert EEF-Manager Suphakon Buasai. Der EEF versucht, die Situation zu korrigieren, indem er die finanzielle Unterstützung für bedürftige Schüler für das akademische Jahr 2019/2020 erhöht. Der Fonds will bis zu 800.000 arme Studenten erreichen - gegenüber 510.000 im letzten Jahr.

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Jürgen Franke 26.06.19 18:27
Die Bildung ist eigentlich das Wichtigste,
was wir unseren Kindern mit auf den Weg geben können und auch müssen. An diesen Kosten seiner Kinder sollte kein Land der Welt sparen. Schlimm genug, dass auch in Deutschland tausende von Lehrerstellen unbesetzt sind.
Roman Müller 26.06.19 18:23
Ja, einmal eine gute Idee
die Zukunft liegt in den Händen der Jugend. Ein guter Anfang wäre sicherlich die Schulgebühren für bedürftige abzuschaffen. Zusammen mit den Schuluniformen gelangen viele Familien an ihre finanziellen Möglichkeiten oder sie müssen dazu sogar noch Kredite aufnehmen. Wer weiter "studieren" kann, darf und sollte auch keine Frage des Geldes sein, sondern der schulischen Leistung sein. Es kann nicht angehen dass nur Kids aus gut situiertem Hause an Unis gelangen und sich da mit Papas un Mamas Geld die Noten erkaufen können die es braucht um die nächste Treppe zu erklimmen. Auch bei der Vergabe von Jobs spielt es eine Rolle wer wen kennt oder gar wer ist mit wem verbandelt. Die grössten "Pfeifen" können gut bezahlte einflussreiche Jobs bekommen während fähige Leute ohne finanziellen Background und ohne einflussreiche Verbindungen das Nachsehen haben. Das ist schade, aber leider noch immer Realität.
Ingo Kerp 26.06.19 13:31
Die Kinder dieser Kinder werden wohl das gleiche Schicksal erleiden, wenn sich nicht Grundlegendes ändert.
Norbert Schettler 26.06.19 13:24
Was denn nun?
Vor einigen Tagen (17.6.) hiess es noch, die Kindrearbeit geht zurueck. Jetzt geht es um 2 Mio!! Schueler/innen, die evtl. ihren Eltern helfen muessen, Geld zu verdienen. Das waere dann aber eher ein Anstieg.