Armenien erinnert an katastrophales Erdbeben vor 30 Jahren

Foto: wikimedia/Lomit
Foto: wikimedia/Lomit

ERIWAN (dpa) - Armenien hat der 25.000 Todesopfer eines verheerenden Erdbebens vor 30 Jahren gedacht. In den betroffenen Regionen im Norden der Ex-Sowjetrepublik besuchten die Menschen am Freitag Gottesdienste und legten Blumen nieder. Ministerpräsident Nikol Paschinjan sagte bei einer Gedenkveranstaltung, das Beben habe Armenien damals schwer getroffen. Es habe aber auch dazu beigetragen, dass das Volk enger zusammenrückte.

Am 7. Dezember 1988 hatte das Beben kurz vor Mittag Ortszeit die Stadt Spitak und Dutzende Dörfer dem Erdboden gleich gemacht. 25.000 Menschen starben, mehr als 100.000 Menschen wurden verletzt. Betroffen waren rund 40 Prozent des Landes im Südkaukasus. Nach dem Beben, bei dem mehr als 500.000 Menschen obdachlos wurden, ließ die Sowjetunion erstmals ausländische Helfer ins Land. Unter ihnen waren auch Hunderte Rotkreuz-Helfer aus Deutschland.

Viele Armenier in armen Regionen leiden weiter unter den Folgen. Paschinjan sagte in Gjumri, der zweitgrößten Stadt Armeniens, es seien noch immer nicht alle Gebäude ersetzt worden. Man müsse weiter von einer Katastrophenregion sprechen, wurde er in armenischen Medien zitiert. Die Regierung beschloss, dass künftig immer am 7. Dezember in besonderer Weise der Opfer gedacht werden soll.

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