Argentinische Bauern protestieren gegen hohe Steuern

Symbolfoto: Pixabay/stevepb
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BUENOS AIRES: Hunderte Landwirte haben in Argentinien gegen hohe Steuerbelastungen und Exportbeschränkungen protestiert. Mit Traktoren und Geländewagen fuhren sie am Samstag durch die Hauptstadt Buenos Aires zum Platz vor dem Regierungssitz. «Die Landwirtschaft ist der produktive Motor Argentiniens», sagte der Bürgermeister von Buenos Aires, Horacio Rodríguez Larreta, der sich der Demonstration anschloss. «Die Steuern können nicht weiter steigen.»

Die Landwirtschaft gilt als die wettbewerbsfähigste Branche in Argentinien und sorgt für etwa 70 Prozent der Deviseneinnahmen des Landes. Allerdings kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen der linken Regierung von Präsident Alberto Fernández und den Bauern. Die Landwirte leiden unter hohen Steuern, Devisenbeschränkungen und der Inflation. Viele Agrarprodukte sind zudem mit hohen Ausfuhrzöllen belegt.

Landwirtschaftsminister Julián Domínguez versprach den Bauern, dass die Ausfuhrzölle nicht erhöht werden. Die Landwirtschaft sei zudem von einer neuen Steuer ausgenommen, mit der ein Inflationsausgleich für Arbeiter und Rentner finanziert werden soll, sagte der Minister bei einem Besuch in Israel.

Argentinien steckt in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Das Land leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer großen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Die Landeswährung Peso wertet gegenüber dem US-Dollar immer weiter ab, der Schuldenberg wächst ständig. Die Inflationsrate liegt bei mehr als 50 Prozent.

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Ingo Kerp 25.04.22 12:50
Argentinien war immer der Agrar-Leuchtturm in Südamerika und vor 70 Jahren eines der reichsten Länder der Welt. Nach etlichen unterschiedlichen und teils sehr gegensätzlichen Politstrukturen hat Argentinien heute eine linke Regierung. Die ist alles andere als unternehmerisch denkend. So wird dann eben Unternehmertum und freie Wirtschaft abgewürgt, Bis für alle nichts mehr übrig bleibt. Es gibt etliche bekannte Beispiele dafür.