Arbeitslose Elefanten auf dem Weg nach Surin

Foto: Sophon Cable
Foto: Sophon Cable

PATTAYA: Nachdem sie mehr als ein Jahr lang in der Nähe von Pattaya vergeblich auf ausländische Touristen gewartet haben, haben sich fünf Elefanten und ihre Mahouts auf den Weg zurück in ihre nordöstliche Heimatprovinz Surin gemacht - eine 500 km lange Reise, zu Fuß.

Die Mitglieder von fünf Großfamilien gingen am Dienstag mit ihren fünf Elefanten, vorne und hinten von einem Pick-up beschützt, entlang der Straße neben dem Stausee Mabprachan. Die 26-jährige Napalai Mai-ngam berichtete, dass sie vor fünf Jahren ihre Verwandten und deren gezähmte Elefanten aus Surin mitgebracht hatten, um in einem Elefanten-Resort in Huay Yai zu arbeiten. Sie hätten gut davon leben können - bei einem monatlichen Einkommen von 15.000 Baht je Tier plus Trinkgelder von Touristen, die es genossen, auf ihren Elefanten zu reiten.

Covid-19 beendete ihr Einkommen im Januar letzten Jahres. Ihr Arbeitgeber stellte die Zahlung ihrer Gehälter ein, als chinesischen Touristen, die den Großteil ihrer Kunden ausmachten, nicht mehr kamen. Da angesichts der anhaltenden Pandemie keine unmittelbare Rückkehr der Touristen in Sicht war, gaben die Mahouts und deren Familien schließlich auf und beschlossen, in ihrer Heimatprovinz wieder Landwirtschaft zu betreiben.

Die Dickhäuter müssen die etwa 500 Kilometer nach Surin zu Fuß zurücklegen, da die Besitzer es sich nicht leisten konnten, große Lastwagen zu mieten, um sie zu transportieren. Die Besitzer hoffen, dass ihre Elefanten sich durch das Grasen auf dem Marsch ernähren können. Napalai schätzt, dass es etwa zwei Wochen dauern wird, bis die Gruppe ihren Heimatbezirk Tha Tum in Surin erreichen wird. Sie seien den Dorfbewohnern dankbar, die den Tieren Obst, weitere Nahrung und Trinkwasser spendeten.

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