Anutin wirbt für das Amt des Premiers

Thailands Gesundheitsminister und Vizepremier Anutin Charnvirakul auf der Wahlkampfveranstaltung der Bhumjaithai-Partei in Lopburi am Sonntag (7. August 2022). Foto: The Nation
Thailands Gesundheitsminister und Vizepremier Anutin Charnvirakul auf der Wahlkampfveranstaltung der Bhumjaithai-Partei in Lopburi am Sonntag (7. August 2022). Foto: The Nation

LOPBURI: Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul bat am Sonntag die Wähler in Lopburi um ihre Unterstützung bei seiner Bewerbung um das Amt des nächsten thailändischen Premierministers.

Anutin Charnvirakul, Vorsitzender der Bhumjaithai-Partei und stellvertretender Premierminister ist, sprach auf einer Parteikundgebung zur Bekanntgabe der Kandidaten für das Parlament von Lopburi im Bezirk Khok Samrong.

Die Kundgebung, an der auch der Generalsekretär der Bhumjaithai-Partei und Verkehrsminister Saksayam Chidchob teilnahmen, wurde von etwa 5.000 Einheimische besucht.

Minister Anuthin stellte die vier Kandidaten der Partei vor: Mallikar Jiraphanwanit (Wahlbezirk 2), Narin Klungpha (Wahlbezirk 3), Kiart Luangkhachornwit (Wahlbezirk 4) und Prathuan Sutthi-amnuaydej (Wahlbezirk 1). Khun Prathuan und Khun Kiart sind die amtierenden Bhumjaithai-Abgeordneten für Lopburi.

Die Bhumjaithai-Partei kündigte im April an, dass sie Minister Anutin als Premierministerkandidaten für die nächsten Wahlen nominieren werde, die bis März nächsten Jahres stattfinden müssen.

Minister Anutin sagte am Sonntag, dass er bereit wäre, das Land als Premierminister zu führen, wenn die Wähler genügend Bhumjaithai-Kandidaten wählen würden.

Er fügte hinzu, die Partei wolle die Zahl der von ihr kontrollierten Ministerien nach den nächsten Wahlen verdoppeln. „Bhumjaithai hat drei Ministerien in der jetzigen Regierung. Wir wollen bei der nächsten Wahl sechs Ministerien. Gebt uns viele Stimmen. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie uns diese Last aufbürden. Wenn ich Premierminister werden muss, dann soll es so sein“, sagte Minister Anutin.

Er hob auch den Erfolg der Partei bei der Umsetzung ihrer Wahlversprechen hervor, darunter die Entkriminalisierung von Cannabis und die Anhebung der Vergütung für Freiwillige im öffentlichen Gesundheitswesen von 1.000 auf 1.500 Baht.

Sollte Bhumjaithai erneut in die Regierung gewählt werden, werde sie sich für ein dreijähriges Schuldenmoratorium einsetzen, um armen Haushalten zu helfen, sich von der Covid-19-Krise zu erholen, so Minister Anutin.

Sie würde sich auch um eine Finanzierung von 300 bis 500 Millionen Baht für jede Provinz bemühen, um den Tourismus anzukurbeln. Die Entwicklungsfonds würden etwa 5 Billionen Baht für die Wirtschaft des Landes generieren, fügte er hinzu.

„Politisch halten wir immer unser Wort. Wir werden einen Weg für die Umsetzung unserer Wahlversprechen finden“, sagte Minister Anutin auf der Kundgebung.

Neben der Entkriminalisierung von Marihuana hat das von der Bhumjaithai-Partei geführte Gesundheitsministerium der Bevölkerung den Wechsel öffentlicher Krankenhäuser erleichtert und eine kostenlose Nierendialyse sowie kostenlose Krebsbehandlungen eingeführt.

Khun Anutin sagte, seine Partei habe auch den Zugang zu Studentenkrediten erleichtert und sich für den Bau einer Brücke eingesetzt, die das Festland mit der Touristeninsel Koh Lanta verbindet.

„Unsere Partei wird keine Konflikte schüren, sondern auf die Förderung der Einheit des Volkes abzielen“, fügte er hinzu.

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Sky 09.08.22 06:10
Seltsamer Sinneswandel...
Wie bereits schon angemerkt, ist der Sinneswandel des Mannes in Sachen Tourismus schon etwas seltsam. Hat er sich nicht mal ein wenig abwertend über Ausländer geäußert?;o) Dazu kommt noch der teilweise sehr fragwürdige Aktionismus während der Pandemie in seinem Ressort. Und ja, ich bin auch der Meinung, dass eine Einigung im Konflikt mit dem südlichen Teil des Landes oberste Priorität haben sollte, damit dieses sinnlose Blutvergießen ein Ende hat. Aber vorraussichtlich wird auch er das schlussendlich sehr stiefmütterlich behandeln. Was den Tourismus angeht, so ist das ja alles gut und schön, aber gerade die Pandemie sollte doch sehr schmerzlich gezeigt haben, dass Thailand auch andere Standbeine als den Tourismus dringend braucht. Thema: Lerne aus deinen Fehlern...
Rene Amiguet 08.08.22 15:55
Wichtiges Wahlversprechen
Zitat: Unsere Partei die Bhumjaithai-Partei wird keine Konflikte schüren, sondern auf die Förderung der Einheit des Volkes abzielen“, fügte er hinzu. Zitat Ende
Es wäre wunderbar wenn eine oder die neue Regierung einen reibungslosen und immerwährenden Frieden mit den islamistischen Thailändern im Süden erzielen und abschliessen könnte!!!



bert brecht 08.08.22 15:54
"wenn ich Premier werden MUSS..."
dann haben er u. seine Gefolgsleute eine gute Chance, ihre bisher ausreichend dargestellten Xenophobien auch endlich einmal auszuleben. Zumindest ist er kein Mlitär sondern Unternehmer...
Andreas Liliendam 08.08.22 15:50
Dieser Mann und seine Partei sind ja, wenn man den Parolen und Wahlversprechen glaubt, an Wohltätigkeit und Güte unübertroffen. Aber mit Speck fängt man Mäuse, mit Wahlversprechen lockt man Wähler an.
Ich verstehe nur nicht, wofür die vielen Gelder für den Tourismus gebraucht werden. Handelt es sich hier ausschließlich um Inlandtourismus ? Denn daß dieser Herr keine Ausländer mag und sie hier nicht sehen will, hat er ja oft genug betont. VG, AL