Als Mutter zum Tennis-Rekord?

Serena Williams' große Ziele für 2019

Foto: epa/Richard Wainwright
Foto: epa/Richard Wainwright

PERTH (dpa) - Beim Hopman Cup tritt Serena Williams erstmals seit Mitte September wieder zu einem ernsthaften Tennis-Wettkampf an. In Perth testet die Gewinnerin von 23 Grand-Slam-Titeln ihre Form für ihre großen Ziele.

Serena Williams verrät ihre ambitionierten Pläne für das neue Jahr nicht genau. «Ich habe immer verrückte große Ziele», sagte die US-Amerikanerin. «Sie ein bisschen als Geheimnis zu bewahren, hilft mir, das Beste zu erreichen.» Was sich Serena Williams für die Tennis-Tour vorgenommen hat, ist allerdings klar: Endlich will sie mit dem 24. Grand-Slam-Titel den Allzeit-Rekord der Australierin Margaret Court einstellen. Womöglich gleich bei den Australian Open in Melbourne, die in knapp zwei Wochen beginnen.

In Perth bereitet sich die 37-Jährige momentan beim Hopman Cup darauf vor. Zum Auftakt der neuen Saison stimmen mit zwei Siegen die Ergebnisse, es klappt allerdings noch nicht alles. Am Dienstag musste sie sich gegen die Schweizerin Belinda Bencic nach einem Satzrückstand zurückkämpfen, ehe ihr 4:6, 6:4, 6:3 feststand.

Anfangs hatte es nach einem schnellen ersten Satzgewinn für die Favoritin ausgesehen. Die Nummer 16 der Welt führte 4:1, geriet dann aber in Schwierigkeiten, als Bencic sie mehr laufen ließ. Auch im entscheidenden Durchgang fehlte Serena Williams teilweise die frühere Souveränität. Mit dem Ausgleich für die USA sorgte sie aber für die erhoffte Spannung vor dem Mixed, in dem ihr erstes Duell mit dem Schweizer Topstar Roger Federer anstand.

Bei der inoffiziellen Mixed-WM tritt Williams' erstmals seit dem skandalträchtigen Endspiel bei den US Open wieder in einem richtigen Wettkampf an. Mit ihren Ausrastern, ihren Beleidigungen und ihren Rassismus-Vorwürfen gegenüber dem Schiedsrichter zerstörte die langjährige Nummer eins im September den größten Moment von Naomi Osaka und setzte ihren Ruf als Ikone des Weltsports aufs Spiel.

Schnell hatte sich Serena Williams nach der Geburt ihrer Tochter im September 2017 wieder in die Weltspitze gespielt. Seit fast zwei Jahren hat die lange dominante Spielerin auf der Damen-Tour aber nun keins der vier wichtigsten Turniere mehr gewonnen.

Letztmals triumphierte die jüngere Williams-Schwester bei den Australian Open 2017 bei einem Grand-Slam-Titel, damals bereits schwanger. Nun managt sie die Doppelrolle als Tennis-Star und Mutter, selbst beim Aufwärmen für ihren ersten Auftritt in Perth hatte sie die kleine Alexis Olympia im Arm. «Ich bewundere, was sie auf und neben dem Platz erreicht hat», sagte deswegen auch Federer.

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