Almosen-Empfänger missachten die Ausgangssperre

Knapp 1.000 Bedürftige standen die ganze Nacht vor einer Verteilstelle für kostenlose Lebensmittel Schlange und verstießen damit gegen die Ausgangssperre. Foto: The Nation
Knapp 1.000 Bedürftige standen die ganze Nacht vor einer Verteilstelle für kostenlose Lebensmittel Schlange und verstießen damit gegen die Ausgangssperre. Foto: The Nation

PATTAYA: Rund 1.000 Frauen und Männer standen am Donnerstag bereits ab 1 Uhr morgens an der Thappraya Road Soi 5 Schlange, um von der Norwegischen Seemannskirche Pattaya bereitgestellte Lebensmittel und Konsumgüter entgegenzunehmen.

Die Kirchengemeinde verteilt jeden Donnerstag um 9 Uhr 2.000 Päckchen an Menschen, die von der Covid-19-Situation in Pattaya betroffen sind. Gegen 3 Uhr morgens zerstreuten Polizeibeamte die Menschenmenge, da zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens die von der Regierung verhängte Ausgangssperre gilt. Medien berichteten, dass sich die Menge nur vorübergehend auflöste und wieder Schlange stand, nachdem die Polizisten gegangen waren.

Eine Frau, deren Haus in der Nähe der Kirche liegt, äußerte sich besorgt darüber, dass die Menschenansammlung das Risiko einer Ausbreitung von Covid-19 erhöhen könnte, da die soziale Distanzierung in der fast einen halben Kilometer langen Schlange nicht aufrechterhalten wurde. „Außerdem war das laute Geplapper wirklich lästig und hielt uns bis zum Morgengrauen wach", fügte die Frau hinzu.

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Wolfgang Traugott 30.05.20 23:29
@ Reiner Hi.
NEIN, der Unterschied besteht darin, dass die 8 Feierwütigen ohne irgendeine Not gegen ein Gesetz verstoßen und uns alle in erhöte Gefahr gebracht haben und die 1000, weil ihnen das Nötigste zum Überleben fehlt. GOTT SEI DANK macht das auch für die Polizei einen Unterschied!
Wolfgang Traugott 30.05.20 23:28
lästiges Geplapper? echt jetzt???
Die Angst der Dame vor mangelnder Distanz verstehe ich. Chorona ist nach wie vor ein Risiko und Distanzierung nötig. Aber sich über "lästiges Geplapper" aufzuregen, weil hungrige Menschen auf Essen warten, das ist rücksichtslos und einfach nur dämlich. Der Fairness halber sei aber auch darauf hingewiesen, dass der Bericht nichts über die Nationalität der Frau sagt. Es gibt Thais die helfen und Farangs, die helfen. Und es gibt rücksichtslose Profiteure jeder Nationalität.
Markus Boos 30.05.20 17:41
@Michael Meier
Mit dem Teich ist die Bucht von Bangkok gemeint. Schräg vis a vis liegt Pranburi. Eine Fähre verbindet Hua Hin mit Pattaya. Wäre mal was für ein Bierchen mal rüber zu schippern. Und auf der Redaktion vom FARANG verschollene Kommentaren zu suchen.
Josef Hupe 30.05.20 12:23
Wahres Gesicht
Weiss seit langem, dass arme Leute in diesem reichen Land unter traurigen
Bedingungen leben; andere in unglaublichem Reichtum.
Dass es aber so schlimm ist und Leute, weil sie für Essen anstehen, kriminalisiert werden, überrascht mich dann doch.
Hat man von diesen Armen nichts gewusst und daher nichts planen können?
Michael Meier 30.05.20 09:49
@ M.Boos
Wo ist der Teich ?