Alibaba-Gründer: Internet heute so wichtig wie Strom vor 20 Jahren

Der Gründer des chinesischen Technologie-Riesen Alibaba, Jack Ma. Foto: epa/Made Nagi
Der Gründer des chinesischen Technologie-Riesen Alibaba, Jack Ma. Foto: epa/Made Nagi

NUSA DUA (dpa) - Der Gründer des chinesischen Technologie-Riesen Alibaba, Jack Ma, hat die Bedeutung der Internet-Abdeckung in Entwicklungsländern mit derjenigen der Stromversorgung vor einigen Jahrzehnten verglichen. «Internet ist sehr wichtig», sagte er am Freitag bei der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Nusa Dua (Indonesien). «Wenn du vor 20 Jahren keinen Strom hattest, warst du verloren. Wenn du heute kein Internet hast, bist Du auch verloren.»

In China nutzten derzeit 800.000 Millionen Menschen Mobiltelefone. «Es ist sehr billig geworden», sagte Ma. Menschen nicht mit Internet zu versorgen, bedeute, sie von Informationen abzuschneiden. Kinder bräuchten die Informationen, um künftig wettbewerbsfähig sein zu können.

Ma hat mit seinem zunächt auf Online-Handel spezialisierten Unternehmen ein Milliardenvermögen angehäuft. Inzwischen ist der Konzern ein Technologie- und Datenriese, der in vielen Bereichen der Gesellschaft aktiv ist, unter anderem bei Finanzdienstleistungen. Alibaba gehört mittlerweile zu den zehn größten Unternehmen der Welt.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

Pflichtfelder
Jürgen Franke 13.10.18 17:49
Der Hinweis des Alibaba Gründers
verdeutlicht, wie wichtig das Internet heute ist. Aus diesem Grund werden die Regierungen weltweit versuchen, so weit wie möglich, diese Nutzung einzudämmen und zu kontrollieren. Strom abzuschalten, ist dagegen jedoch einfacher.
TheO Swisshai 13.10.18 16:35
@David Hermann / falsche Adresse
Sie werfen Herrn Ma etwas vor, das er gar nicht gemacht hat. Die Kritik bezieht sich ausschliesslich auf China als kommunistischer Staat . Für die chin. Zensur- und Blockademassnahmen kann es schliesslich nichts dafür und auch nicht, dass China kommunistisch ist. Da haben Sie offenbar auf das falsche Ziel geschossen. Das trifft hinsichtlich dpa genauso zu. Da müssen Sie dringend nochmals über die Bücher.
David Hermann 13.10.18 13:08
Schade dass im Text kein Hinweis auf die dunklen Seiten dieses Herrn Ma kommt: Sein Imperium hat er unter dem Schutzschirm chin. Zensur- und Blockademassnahmen hochgezogen, bei jeder Gelegenheit verteidigt er die rigorose Zensur im Kommunistenreich und - obwohl Herr Ma mit seinem grossen Vermoegen eigentlich als unantastbar gilt - niemals zweifelt er an Alleinherrschaftsanspruch der kommunistischen Partei. Dass einem dabei als Demokraten ein gewisser Brechreiz erfuellt wird Herrn Ma nicht stoeren, die dpa sollte hier aber etwas sensibler und vor allem kritischer berichten.