Einzige Überlebende sagt zu Flugzeugabsturz mit 152 Toten aus

Flugzeugunglück auf den Komoren. Archivfoto: epa/STR
Flugzeugunglück auf den Komoren. Archivfoto: epa/STR

PARIS: Im Prozess um einen Flugzeugabsturz auf den Komoren mit 152 Toten im Jahr 2009 sagt die einzige Überlebende am Montag (10.00 Uhr) vor Gericht in Paris aus. Seit zwei Wochen muss sich dort die Gesellschaft Yemenia Airways wegen fahrlässige Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten.

Kurz vor der Landung auf dem Flughafen der Hauptstadt Moroni stürzte der Airbus bei schlechtem Wetter in den Indischen Ozean. Nur die damals zwölfjährige Französin Bahia Bakari überlebte den Absturz zehn Stunden lang verletzt im Wasser. Sie trug eine Rettungsweste und klammerte sich an ein Wrackstück. Ihre Mutter starb bei dem Unglück. Ihrem Vater sagte sie damals, dass sie Stimmen anderer Überlebender gehört habe, während sie im Wasser trieb.

65 der Opfer waren Franzosen, die zumeist von den Komoren stammten. Sie waren von Paris und Marseille aus in die jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen. Dort stiegen sie in die Unglücksmaschine zu dem ostafrikanischen Inselstaat Komoren um. In dem Prozess gibt es 560 Nebenkläger, wie das Gericht mitteilte.

Die französische Zivilluftfahrtbehörde BEA sah später Hinweise auf Fehler der Piloten als Ursache. Eine Frage ist auch, ob die Ausbildung ausreichend war und ob Defekte an der Landebahnbeleuchtung eine Rolle spielten. Wenn der Airline Versäumnisse nachgewiesen werden, droht ihr nach Gerichtsangaben eine Strafe von bis zu 225.000 Euro.

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