Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Samstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Flugausfälle am Sonntag und Montag wegen Streiks

ATHEN: Reisende von und nach Griechenland müssen am Sonntag und Montag (18.

und 19. Oktober) mit erheblichen Problemen im Flugverkehr rechnen. Die griechischen Fluglotsen und die Angestellten der zivilen Luftfahrt werden an diesen beiden Tagen die Arbeit für mehrere Stunden niederlegen. Die griechischen Fluggesellschaften riefen ihre Gäste auf, dringend Kontakt mit ihrer Fluglinie zwecks Umbuchung aufzunehmen. Auch der wichtigste Flughafen in der Hauptstadt Athen teilte auf seiner Internetseite mit, zahlreiche Flüge seien annulliert worden. Die Gewerkschaften der Fluglotsen und der Angestellten der Zivilen Luftfahrt fordern mehr Geld und die Einstellung von zusätzlichem Personal.


British Airways muss wegen Datenschutz-Mängeln Millionenstrafe zahlen

LONDON: Die Fluggesellschaft British Airways muss eine Strafe von 20 Millionen Pfund (22 Mio Euro) zahlen, weil das Unternehmen bei einem Cyberangriff die Daten seiner Kunden nicht ausreichend geschützt hat. Das teilte das zuständige Information Commissioner's Office am Freitag in London mit.

Bei einem Cyberangriff auf die Airline waren 2018 persönliche Daten von rund 400.000 Kunden nicht ausreichend geschützt gewesen und teilweise in falsche Hände gelangt. Die Ermittler sind der Ansicht, das Unternehmen hätte diese Sicherheitslücken früher entdecken und schließen müssen.

Zuvor war mit einer wesentlich höheren Geldstrafe von mehr als 180 Millionen Pfund gerechnet worden. Allerdings habe die Behörde die schwierige Lage des Unternehmens durch die Corona-Pandemie bei der Bemessung berücksichtigt.


Verhandlungen in Teheran über Abschuss des ukrainischen Passagierjets

TEHERAN: Der Iran und die Ukraine planen für die kommende Woche Gespräche über den Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine im Januar. Nach Angaben des iranischen Außenministeriums am Samstag geht es um Schadenersatz wegen der 176 Todesopfer. Von Montag bis Mittwoch werden zunächst Experten die technischen und juristischen Details des Vorfalls untersuchen, sagte Vizeaußenminister Mohsen Baharwand der Nachrichtenagentur Isna. Danach werde er mit seinem ukrainischen Amtskollegen die Ergebnisse der Verhandlungen bekanntgeben.

Die ukrainische Boeing war am 8. Januar irrtümlich kurz nach dem Start in Teheran von der iranischen Luftabwehr abgeschossen worden. Alle 176 Insassen wurden getötet. Die iranische Führung gab den Abschuss erst mit Verzögerung zu. Das Luftfahrtamt sprach Mitte Juli in seinem Abschlussbericht von einem «menschlichen Fehler». Die Opfer kamen aus der Ukraine und dem Iran sowie aus Kanada, Afghanistan, Großbritannien und Schweden.

Die iranische Versicherungsorganisation hatte noch im August Ausgleichszahlungen abgelehnt. Die Maschine sei von ukrainischen und europäischen Unternehmen versichert, daher müssten diese Firmen auch die Zahlungen übernehmen. Das Außenministerium in Teheran erklärte sich jedoch zu Schadenersatz bereit. Nur müssten im Vorfeld die technischen und juristischen Aspekte auf Basis internationaler Vorschriften geklärt werden.


Drohnen sollen britische Kliniken mit Corona-Tests versorgen

LONDON: Drohnen sollen künftig Corona-Tests und Schutzausrüstungen zwischen Kliniken in Großbritannien liefern. Das Projekt «Apian» habe dafür die Genehmigung der britischen Raumfahrtbehörde bekommen, teilte die Regierung am Samstag in London mit. Der Service wurde von Mitarbeitern des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Rahmen eines Förderprogramms gegründet. Die Nutzung von Drohnen verringere im Vergleich zu herkömmlichen Kurierdiensten den Zeit- und Personalaufwand sowie das Infektionsrisiko, betonten Mitarbeiter des Start-ups.

Jede Drohne kann etwa zwei Kilogramm transportieren und mit ihrem Hybrid-Antrieb ein fast 100 Kilometer entferntes Ziel erreichen. Sie fliegt in 90 Metern Höhe auch bei schlechtem Wetter.

Viele britische Krankenhäuser sind in der Corona-Krise überlastet und könnten schon bald nicht mehr den Ansturm der Covid-19-Patienten stemmen. Besonders stark betroffen von der Pandemie sind der Norden Englands, Teile von Schottland und Wales sowie Nordirland. Mediziner fordern einen nationalen Lockdown. Das lehnt Premierminister Boris Johnson bisher ab.

Nach Regierungsangaben vom Samstag waren binnen 24 Stunden fast 17.200 Neuinfektionen gemeldet worden. Doch es wird mit einer hohen Dunkelziffer unter den etwa 67 Millionen Einwohnern des Landes gerechnet. Das Nationale Statistikamt ONS ging zuletzt von geschätzt knapp 28.000 Infektionen pro Tag allein im Landesteil England aus.

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