Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Samstag

Foto: Pixabay
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Schmelzender Gletscher gibt nach 54 Jahren Flugzeugwrack frei

FIESCHERTAL: Ein 1968 abgestürztes Kleinflugzeug ist in der Schweiz nach mehr als einem halben Jahrhundert auf dem schmelzenden Aletschgletscher wiederentdeckt worden. Ein Bergführer habe Teile der Piper Cherokee in den vergangenen Tagen gefunden, sagte Stefan Gafner von der nahe gelegenen Konkordiahütte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Der Absturzort liegt auf rund 2800 Metern Seehöhe in den Walliser Alpen.

Die drei tödlich verunglückten Insassen des Flugzeuges seien schon damals geborgen worden, doch der Abtransport des Wracks sei technisch nicht möglich gewesen. Die «Neue Zürcher Zeitung» hatte vor 54 Jahren berichtet, dass es sich bei den Todesopfern um einen Lehrer, einen Arzt und dessen Sohn gehandelt habe.

Es sei bekannt gewesen, dass unter Eis und Schnee ein Wrack verborgen liege, sagte Gafner. Durch die Schmelze seien Überreste auf einer Fläche von rund 40 mal 200 Metern freigegeben worden. «Da müssen noch mehr Teile zum Vorschein kommen», meinte der Hüttenwirt. Die Polizei bat Alpinisten, neue Funde zu melden, aber wegen Verletzungsgefahr nicht anzufassen. Derzeit seien Planungen zur Bergung des Wracks im Gange, sagte ein Polizeisprecher.


SAS-Piloten stimmen für Tarifvertrag - neuer Streik abgewendet

STOCKHOLM: Hunderte dänische, norwegische und schwedische Piloten der Fluggesellschaft SAS haben sich für einen ausgehandelten neuen Tarifvertrag ausgesprochen. Bei Urabstimmungen in ihren jeweiligen Ländern stimmten sie der Vereinbarung mit der Airline zu, wie mehrere beteiligte Gewerkschaften am Samstag mitteilten. Damit entgeht die skandinavische Fluglinie einem erneuten Pilotenstreik, wie sie ihn im Zuge eines Tarifstreits im Juli über zwei Wochen lang erlebt hatte. Die SAS hatte das Millionen gekostet, mehr als 3700 Flüge fielen aus.

In Dänemark beteiligten sich 89 Prozent der stimmberechtigten Piloten, 93 Prozent davon votierten für den Tarifvertrag. Wie groß die Mehrheit in Norwegen und Schweden war, ließen die Gewerkschaften zunächst offen. Das Gesamtergebnis soll kommende Woche vorliegen.

Die Gewerkschaften und die SAS hatten sich am 19. Juli nach zähen Verhandlungen auf einen neuen und auf fünfeinhalb Jahre angelegten Tarifvertrag geeinigt. Die Piloten erhalten demnach fünf Prozent weniger Gehalt, sie sollen außerdem mehr zur Hochsaison im Sommer und weniger im Winter fliegen. Insgesamt werden die Piloten somit um etwa ein Viertel günstiger für die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft. Gleichzeitig beinhaltet die Einigung, dass Hunderte in der Corona-Pandemie entlassene Piloten wiederangestellt werden.

Die schwedische Pilotengewerkschaft erklärte, viele Mitglieder hätten sich solidarisch mit den jüngeren Piloten gezeigt und zugleich in einer schwierigen Situation viel Verantwortung für das Unternehmen gezeigt.

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