Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Montag

Foto: Pixabay/Garten-gg
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Bodenpersonal beginnt Warnstreik bei Lufthansa - Erste Ausfälle

FRANKFURT/MAIN: Lufthansa kommt aus den Streiks nicht raus. Schon am Vorabend des eigentlichen Warnstreiktags von Verdi geht am zentralen Drehkreuz fast nichts mehr.

Bei der Lufthansa hat der zweite Warnstreik des Bodenpersonals begonnen. Das Unternehmen rechnet mit Hunderten Flugausfällen und mehr als 100.000 betroffenen Passagieren. Bereits für den Montagabend hat die Gesellschaft an ihrem wichtigsten Drehkreuz Frankfurt etliche Verbindungen gestrichen. Nur einige wenige Interkontinental-Flüge sollten noch stattfinden.

Am Montagabend gingen bereits Lufthansa-Beschäftigte der Technik, der Logistik, der Fracht und der IT in den Warnstreik, wie Verdi-Streikführer Marvin Reschinsky bestätigte. Am Dienstag um 4.00 Uhr soll dann das Bodenpersonal an den Standorten Frankfurt, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart folgen.

Die Fluggesellschaft will am Dienstag 10 bis 20 Prozent ihres geplanten Programms von rund 1000 Flügen in die Luft bringen. Bei der ersten Warnstreikwelle vor knapp zwei Wochen fielen rund 900 Flüge aus, und mehr als 100.000 Passagiere mussten umplanen. Die Lufthansa warnte die Passagiere stornierter Flüge: Sie sollten nicht zum Flughafen kommen, weil dort die Umbuchungsschalter nicht besetzt seien, hieß es in den Informationssystemen.

Wesentlich glimpflicher verlief der Pilotenstreik bei der Lufthansa-Tochter Discover, die in Frankfurt nur einen einzigen Mallorca-Flug streichen musste. Der erstmalige Solidaritätsstreik der Vereinigung Cockpit auf der Lufthansa-Langstrecke wurde nach Angaben eines Konzernsprechers komplett aufgefangen. Alle vier Starts der bestreikten Lufthansa-Teilflotte mit der Boeing 787 seien am Montag ohne Einschränkungen möglich gewesen.

Hintergrund des Warnstreiks des Bodenpersonals sind die konzernweiten Vergütungstarifverhandlungen für die laut Verdi rund 25.000 Beschäftigten am Boden - unter anderem bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik Logistik Services, Lufthansa Engineering and Operational Services sowie weiteren Konzerngesellschaften. Lufthansa spricht von rund 20.000 Beschäftigen.

Die Tarifverhandlungen sollen am Mittwoch fortgesetzt werden. Verdi bezeichnete die zweite Warnstreikwelle als notwendig, weil die Lufthansa in der vorangegangenen Verhandlung keine Anstalten gemacht habe, ihr vorliegendes Angebot nachzubessern.


Verdi-Warnstreik: Lufthansa streicht in Frankfurt schon am Montagabend

FRANKFURT/MAIN: Der erneute Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals führt schon an diesem Montagabend zu zahlreichen Flugstreichungen. Am Drehkreuz Frankfurt hat die Fluggesellschaft dutzende Flüge abgesagt, wie aus der Abflugtafel des Flughafens hervorgeht. Gestrichen wurden insbesondere Europa-Flüge, während wichtige Interkontinental-Verbindungen etwa nach Buenos Aires oder Kapstadt weiterhin abheben sollten.

Verdi hat Teile des Bodenpersonals bereits ab 20.00 Uhr an diesem Montag zu einem Warnstreik aufgerufen, mit dem in den laufenden Tarifverhandlungen Druck aufgebaut werden soll. Am Dienstagmorgen soll dann das Bodenpersonal im Passagierbetrieb folgen, also Beschäftigte am Check-In, an den Flugsteigen oder direkt an den Flugzeugen. Lufthansa hat angekündigt, wie bereits bei der ersten Warnstreikwelle vor zwei Wochen 10 bis 20 Prozent des Angebots aufrechtzuerhalten.


Pilotenstreik bei Discover endet - VC ruft zu Solidaritätsstreik auf

FRANKFURT/MAIN: In der Nacht zu Dienstag endet bei der Lufthansa-Ferienflugtochter Discover der Pilotenstreik. Für Montag hat die Gewerkschaft auch zum Solidaritätsstreik auf der Lufthansa-Langstrecke aufgerufen.

Nach dem Streik ist vor dem nächsten Warnstreik bei der Lufthansa: An diesem Montag endet um Mitternacht (23.59 Uhr) der dreitägige Pilotenstreik bei der Lufthansa-Tochter Discover. Doch schon am Dienstagmorgen soll dann das Bodenpersonal der Lufthansa die Arbeit an den Standorten Frankfurt/Main, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart die Arbeit niederlegen.

Der bis Mittwochmorgen geplante Warnstreik der Gewerkschaft Verdi wird nach Angaben der Lufthansa mehr als 100.000 Reisende betreffen. Erneut werden hunderte Flüge ausfallen. Unter anderem im Cargo- und Technik-Bereich soll der erneute Ausstand des Bodenpersonals laut Lufthansa bereits am Montagabend (20.00) beginnen. Erst vor gut eineinhalb Wochen hatte Verdi das Bodenpersonal zu einem 27-stündigen Warnstreik aufgerufen - als Folge fielen 900 Flüge aus. Das waren etwa 90 Prozent aller Flüge.

Der Pilotenstreik der Vereinigung Cockpit (VC) bei der Ferienfluggesellschaft Discover hatte am Wochenende zu Flugausfällen in Frankfurt und München geführt. Für diesen Montag hofft das Unternehmen erneut, zwei Drittel sämtlicher Flüge anbieten zu können. Bei gestrichenen Flügen wollte der Konzern entweder Jets anderer Konzerngesellschaften einsetzen oder die betroffenen Passagiere umbuchen.

Für Montagvormittag hat die Gewerkschaft VC auch Piloten der Muttergesellschaft Lufthansa zu einem Solidaritätsstreik für die Discover-Kollegen aufgerufen. Bestreikt werden über einen Zeitraum von vier Stunden nur Flugzeuge vom Typ Boeing 787, von dem die Lufthansa bislang erst fünf Exemplare besitzt. In dem geplanten Streikzeitraum sind nach Angaben der Airline vier Abflüge potenziell betroffen. Hier sei man aber zuversichtlich, dass diese Abflüge wie geplant erfolgen. Andere Flugzeugtypen sind nicht betroffen.

Die mit 24 Airbus-Jets und rund 420 Piloten vergleichsweise kleine Ferienfluggesellschaft Discover startet ausschließlich von Frankfurt und München und soll vor allem der Condor im touristischen Geschäft Konkurrenz machen. Die VC will einen ersten Tarifvertrag bei der im Sommer 2021 gegründeten Airline erzwingen. Discover zahlt nach eigenen Angaben bereits höhere Pilotengehälter, die sie aber mit dem Betriebsrat und nicht mit der Gewerkschaft vereinbart hat. Die neuen Gehälter entsprechen exakt der Forderungslage der VC, wie beide Seiten bestätigt haben. Die Gewerkschaft will den Arbeitskampf aber weiterführen.

Hintergrund des Warnstreiks des Lufthansa-Bodenpersonals sind die konzernweiten Vergütungstarifverhandlungen für die laut Verdi rund 25.000 Beschäftigten am Boden - unter anderem bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik Logistik Services, Lufthansa Engineering and Operational Services sowie weiteren Konzerngesellschaften. Lufthansa spricht von rund 20.000 Beschäftigen. Die Tarifverhandlungen sollen an diesem Mittwoch fortgesetzt werden.

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