Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Montag

Foto: Pixabay/Mohamed_hassan
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Ohne Ticket und Pass nach New York: Sicherheitspanne in London

LONDON: Ohne Ticket und Reisepass ist ein Mann von London-Heathrow nach New York geflogen und hat damit ernsthafte Sicherheitssorgen am größten britischen Flughafen ausgelöst. Wie britische Medien unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichteten, verlangt Innenminister James Cleverly vom Airport sowie vom Grenzschutz Antworten wegen des «demütigenden Fiaskos».

Der 46 Jahre alte Reisende wurde am Montagmorgen in London verhaftet, weil er nicht zu einem Gerichtstermin erschienen war, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Montag meldete. Der Mann sei am 23. Dezember 2023 an Bord eines British-Airways-Flugs gelangt. Dazu soll er sich hinter einem anderen Reisenden durch den Check-in gedrängelt haben, ohne aufzufallen. Erst bei der Einreise in die USA wurde er am New Yorker Flughafen John F. Kennedy von Grenzbeamten gestellt und zurück nach Großbritannien geschickt. Dort kam er am ersten Weihnachtstag an und wurde in mehreren Punkten angeklagt.

Der Fall sei erschütternd und äußerst peinlich, zitierte die Zeitung «Sun» eine Quelle aus dem Innenministerium. «Köpfe werden rollen. (...) Es ist unerträglich, darüber nachzudenken, was passiert wäre, wenn es einem Terroristen gelungen wäre, unentdeckt ein Flugzeug zu besteigen.» Die USA seien völlig aufgebracht.

«Wir unterstützen die Behörden bei ihren Ermittlungen», teilte British Airways mit. Ein Flughafensprecher sagte PA: «Alle Personen, die sich in die Luft begeben, unterliegen einer Sicherheitskontrolle, auch die in diesen Fall verwickelte Person.» Bei der Ausreise gibt es an britischen Flughäfen - wie auch in den USA - keine offiziellen Reisepasskontrollen. In der Regel prüft das Bodenpersonal die Papiere der Passagiere beim Einsteigen.


Nach Warnstreik: Lufthansa und Verdi verhandeln wieder

FRANKFURT/MAIN: Nach dem 27-stündigen Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals verhandeln die Tarifparteien wieder. Am Frankfurter Flughafen kamen am Montag Vertreter der Gewerkschaft Verdi und der Lufthansa zusammen, wie beide Seiten berichteten. Der am vergangenen Mittwoch begonnene Ausstand an den Standorten Frankfurt, München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin hatte zu rund 900 Flugabsagen geführt. Am Donnerstag wurde der Warnstreik beendet. Verdi wollte damit ein verbessertes Angebot des Arbeitgebers erzwingen.

In dem Tarifkonflikt fordert Verdi für die rund 25.000 Beschäftigten verschiedener Lufthansa-Gesellschaften 12,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro monatlich bei einer Laufzeit von einem Jahr. Außerdem soll es eine konzernweite Inflationsprämie von 3000 Euro geben. Die Lufthansa hat für einen Zeitraum von drei Jahren 13 Prozent mehr Geld sowie eine Inflationsprämie angeboten.


Warnstreik legt Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden lahm

LEIPZIG/DRESDEN: Tausende Urlauber müssen umplanen. Mit einem 48-stündigen Warnstreik bringen Beschäftige an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden den Passagierverkehr komplett zum Erliegen.

Nichts geht mehr an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden. Sämtliche Passagierflüge sind am Montag wegen des Warnstreiks der Beschäftigten der Mitteldeutschen Flughafen AG gestrichen worden.

«Betroffen sind mehr als 100 Flüge an beiden Airports zusammen», sagte ein Sprecher der Gesellschaft. Die Urlaubspläne tausender Passagiere seien zunichtegemacht worden. In Sachsen hatten am vergangenen Wochenende die zweiwöchigen Schulferien begonnen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten der Mitteldeutschen Flughafen AG am frühen Sonntagmorgen zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Seitdem wurden alle Passagierflüge gestrichen, wie aus den Abflugtafeln hervorgeht. An beiden Flughäfen arbeiten laut Verdi rund 1300 Menschen. In der Nacht zu Dienstag soll der Flugverkehr wieder planmäßig erfolgen.

Die Gewerkschaft will mit der Aktion Druck im Tarifkonflikt mit dem Flughafenbetreiber machen. Sie fordert eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 650 Euro für 2024 sowie eine Inflationsausgleichszahlung von 3000 Euro. Das Angebot des Arbeitgebers - eine Erhöhung der Vergütungen um 330 Euro in den kommenden drei Jahren und eine Inflationsausgleichszahlung von 2200 Euro - hatte Verdi als hinter den Erwartungen liegend bezeichnet.

Die Tarifverhandlungen sollen Ende Februar fortgesetzt werden. Bis dahin waren Gespräche von Arbeitsgruppen beider Parteien vereinbart worden. «Vor diesem Hintergrund ist ein solch massiver Streik absolut unverständlich und Passagieren wie auch Airline-Kunden schwer vermittelbar», betonte der Sprecher des Flughafenbetreibers.

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