Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Mittwoch

Foto: Pixabay
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Tui sucht Partner für Airline-Geschäft

FRANKFURT/HANNOVER: Der von der Coronakrise schwer getroffene Reisekonzern Tui sucht einen Partner für sein Airline-Geschäft. Im Interview mit der «Börsen-Zeitung» (Mittwoch) hat Firmenchef Fritz Joussen das Ziel ausgegeben, die teuren Flugzeuge als Anlagegüter von der Tui-Konzernbilanz zu entfernen. Tui brauche zwar Zugriff auf Airline-Kapazität, was aber nicht zwangsläufig bedeute, dass die Flugzeuge auf der Bilanz sein müssten, erklärte der Vorstandschef.

Joussen äußerte sich nicht konkret zu möglichen gesellschaftsrechtlichen Konstruktionen einer künftigen Airline. Er schloss aber aus, die Flugzeuge künftig nur noch zu leasen. Modell könnte daher die Kreuzfahrt-Sparte stehen, bei der Tui ihre Schiffe in ein Joint Venture mit Royal Caribbean eingebracht hat.

Seine europäische Flugzeugflotte will der Konzern von derzeit rund 150 Maschinen deutlich verkleinern. Die deutsche Teilgesellschaft Tuifly soll von 39 auf 17 Maschinen schrumpfen, auch in Schweden und England werden Flugzeuge stillgelegt, bestätigte der Tui-Chef.

«Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit unserer Größe, Kostenstruktur und unserer Technik im Airline-Bereich auch partnerfähig zu werden», erklärte Joussen. Zu einer möglichen Partnerschaft mit dem angeschlagenen Ferienflieger Condor äußerte sich der Tui-Chef nicht.

Condor befindet sich derzeit in einem Schutzschirmverfahren und will nach überstandener Corona-Krise einen neuen Investor finden. Laut Medienberichten wird im politischen Raum über eine gemeinsame Zukunft der Ferienflieger nachgedacht.


Lufthansa präsentiert Zahlen zu Corona-Quartal

FRANKFURT/MAIN: Die Lufthansa nennt an diesem Donnerstag (7.00 Uhr) ihre Geschäftszahlen zum zweiten Quartal dieses Jahres. Die Monate April, Mai und Juni waren für den Luftverkehrskonzern von extremen Flugausfällen in Folge der Corona-Pandemie geprägt. Umsatz und Gewinn sind dramatisch eingebrochen. Bereits im ersten Quartal hatte das Unternehmen einen operativen Verlust von 1,2 Milliarden Euro eingeflogen, obwohl die Folgen der Pandemie erst im März voll durchgeschlagen haben.

In der Zwischenzeit ist die Lufthansa aus dem Dax abgestiegen und musste mit mehr als 11 Milliarden Euro Staatshilfe von ihren Heimatländern Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien vor der Insolvenz gerettet werden. Der deutsche Staat hält mittlerweile 20 Prozent der Anteile. Der überwiegende Teil der rund 760 Flugzeuge steht mangels Passagiernachfrage immer noch am Boden. Der Konzern rechnet mittelfristig mit einer um 100 Jets verkleinerten Flotte.

Nach früheren Berechnungen hat Lufthansa mit weltweit rund 138.000 Beschäftigten rund 22.000 Vollzeitstellen zu viel an Bord. 11.000 davon entfallen auf Deutschland. Mit den deutschen Gewerkschaften steht man in Verhandlungen über Einsparungen, mit denen Entlassungen möglichst vermieden werden sollen.

Neben dem bereits eingeleiteten Verkauf der Catering-Sparte LSG Sky Chefs gilt ein Verkauf der Wartungstochter Lufthansa Technik als zentrales Mittel, um die milliardenschwere Staatshilfe möglichst schnell wieder zurückzuzahlen.


Flughafen Kopenhagen will jede vierte Stelle streichen

KOPENHAGEN: Der größte Flughafen Skandinaviens, der Airport Kopenhagen-Kastrup, will etwa ein Viertel seiner Stellen abbauen. Um sich an die aus der Corona-Krise resultierende längere Zeit mit verringertem Passagieraufkommen anzupassen und wettbewerbsfähig zu bleiben, sollen 650 der rund 2600 Vollzeitstellen wegfallen, wie die Flughafenbetreiber am Mittwoch mitteilten.

Der Flughafen rechnet damit, dass es noch eine ganze Zeit dauern wird, bis der internationale Flugverkehr das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht hat. «Obwohl mehrere Länder damit begonnen haben, die Grenzen zu öffnen und Reisen zuzulassen, ist klar, dass 2020 ein Jahr mit deutlich weniger Flugreisen werden wird», hieß es in einer Mitteilung. «Sowohl Geschäfts- als auch Urlaubsreisen werden voraussichtlich noch in einem sehr langem Zeitraum wesentlich unter dem Niveau der Vorjahre liegen.»

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Peter Spranz 06.08.20 19:20
Was ist denn Da unklar.
Wenn der Mensch kein Geld mit was soll dann der in den Urlaub fliegen können .
Hätte man ein Teil von der Kohle dem Volk gegeben was man dem Kranich reingedrücjt hat .
Würde es anders aussehen , aber man ja dien großen den Bobbes vergoldet bzw es muss ja ein Kranich bereitstellen .
Das wenn einem unserer Schwerstarbeiterer Politiker einfällt man könnte mal kurz nach Venedig zum Kaffee trinken oder deren ihre Frauen könnten ja zum Shopping nach New York fliegen .
Dann muss ja ein Passendes Fluggerät bereit stehen .