Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Mittwoch

Foto: Freepik
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EU-Kommission will Rechte von Reisenden stärken

BRÜSSEL: Die EU-Kommission will die Rechte von Flugreisenden stärken und neue Regeln für Pauschalreisen einführen. «Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat die Reisebranche in Mitleidenschaft gezogen und alle daran erinnert, wie wichtig es ist, jederzeit starke Verbraucherrechte zu gewährleisten», sagte der EU-Kommissar für Justiz, Didier Reynders, am Mittwoch in Brüssel. Für mehr Verbraucherschutz bei Pauschalreisen sollen daher nach Willen der Kommission etwa die Anzahlungen für solche Reisen nicht höher als 25 Prozent des Gesamtpreises sein dürfen - es sei denn, der Veranstalter kann die höheren Kosten rechtfertigen.

Reisende, die bei Ausfall einen Gutschein bekommen, müssen dem Vorschlag zufolge gesagt bekommen, dass sie auf einer Erstattung des Preises bestehen können. Wenn die Gutscheine nicht vor Ablauf eingelöst werden, sollen sie automatisch erstattet werden. Außerdem sollen Reiseveranstalter innerhalb von sieben Tagen von den Airlines oder Hotels eine Erstattung bekommen, damit sie diese innerhalb von 14 Tagen an die Reisenden weitergeben können.

Auch abgesehen von Pauschalreisen soll es dem Vorschlag zufolge neue Vorschriften geben: Wer beim Reisen verschiedene Transportmittel wie Busse, Züge oder Flugzeuge nutzt, soll künftig besser informiert werden und bei einem verpassten Anschluss Unterstützung vom jeweiligen Beförderer bekommen.

Die Verbraucherschutzorganisation Beuc bezeichnete die Vorschläge als «kleinen Schritt in die richtige Richtung». Allerdings kritisierten sie den mangelnden Schutz von Fluggästen, wenn Airlines pleite gingen. Außerdem fehle das Recht der Passagiere, ihre Tickets in Krisenzeiten kostenlos stornieren zu können, teilte Beuc mit.


Sicherheitslandung nach Zwischenfall - Pilot weicht nach Indien aus

NEU DELHI/MÜNCHEN: Wegen eines Zwischenfalls an Bord ist ein Flugzeug auf dem Weg von München nach Thailand außerplanmäßig in Indien gelandet.

Die Lufthansa-Maschine habe am Dienstag auf die indische Hauptstadt Neu Delhi ausweichen müssen, bestätigte die Lufthansa der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Grund dafür sei «unbotmäßiges Verhalten eines Passagiers» gewesen, «das die Sicherheit und Unversehrtheit an Bord hätte gefährden können». Der Mann sei in Delhi an die Behörden übergeben worden.

Nach Berichten der indischen Nachrichtenagenturen PTI und ANI kam es zu einem Streit an Bord. Bei dem Passagier handele es sich um einen Deutschen. Der 53-Jährige soll seine Frau angeschrien haben. Er habe zudem mit Lebensmitteln geworfen und versucht, eine Decke mit einem Feuerzeug anzuzünden. Die «Bild» hatte ebenfalls darüber berichtet.

Worum es bei dem Streit ging, war nicht bekannt. Da der Mann die Anweisungen des Personals nicht befolgt habe, hätten die Piloten um eine Sicherheitslandung gebeten, hieß es weiter.


Saudi-Arabien will beim Londoner Flughafen Heathrow einsteigen

LONDON: Saudi-Arabien will beim Londoner Flughafen Heathrow einsteigen.

Der Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) will laut einer Mitteilung vom Mittwoch zehn Prozent der Anteile übernehmen, die bisher vom Baukonzern Ferrovial gehalten werden. Ferrovial war bisher der größte Anteilseigner und will sich nun von seinen insgesamt 25 Prozent trennen. Davon sollen neben dem Verkauf an Saudi-Arabien 15 Prozent an die französische Beteiligungsgesellschaft Ardian gehen. Mit dem Verkauf will das Unternehmen rund 2,37 Milliarden Pfund (2,73 Mrd Euro) einnehmen. Der Flughafen Heathrow im Westen Londons ist der größte Airport Großbritanniens und zählt zu den führenden in Europa.

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