Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Freitag

Foto: Pixabay
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Buchungssystem-Anbieter Amadeus IT sieht Lichtblick bei Flugbuchungen

MADRID: Angesichts erster Erfolge der Impfkampagnen hofft der spanische Buchungssystem-Anbieter Amadeus IT auf eine gewisse Erholung bei Flugbuchungen. Im März habe die Zahl der Buchungen und der Passagiere nach dem Einbruch des Flugverkehrs wieder zugelegt, teilte das Unternehmen am Freitag in Madrid mit. «Dem Volumen nach war dies der beste Monat seit Februar 2020», sagte Amadeus-Chef Luis Maroto. Im April habe es eine weitere Verbesserung gegeben.

Trotzdem sind die Zahlen im ersten Quartal aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin rot. Das Unternehmen zählte rund 60 Prozent weniger Flugbuchungen als ein Jahr zuvor, als die Pandemie erst im März voll auf den Flugverkehr durchgeschlagen hatte. Die Zahl der Passagiere ging sogar um 67 Prozent zurück. Im Januar habe der Anstieg der Infektionszahlen zu neuen Reisebeschränkungen geführt, sagte Maroto. Unter dem Strich stand nach Angaben des Unternehmens ein Verlust von rund 95 Millionen Euro nach einem Gewinn von 118 Millionen ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr 2020 hatte Amadeus einen Verlust von 505 Millionen Euro erlitten.

Mit Blick auf die weitere Geschäftsentwicklung zeigte sich der Manager zwar vorsichtig. Amadeus rechne aber mit einer weiteren Erholung des Geschäfts. Zusammen mit einer wieder wachsenden Lust der Menschen aufs Reisen und dem Erfolg der Impfprogramme rund um die Welt sollte dies Amadeus helfen, durch die Krise zu kommen, sagte er.


British-Airways-Mutter IAG mit weiterem Milliardenverlust

LONDON: Der Geschäftseinbruch in der Corona-Krise hat der British-Airways-Mutter IAG im ersten Quartal einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt. Mit knapp 1,1 Milliarden Euro fiel das Minus aber rund 37 Prozent niedriger aus als zu Beginn der Pandemie ein Jahr zuvor, wie die International Airlines Group (IAG) am Freitag in London mitteilte. Für das laufende Jahr plant Konzernchef Luis Gallego mit großer Vorsicht: Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 dürften die IAG-Gesellschaften British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level im laufenden zweiten Quartal nur rund ein Viertel ihrer Flugkapazität anbieten.

In den ersten drei Monaten des Jahres beförderten die Konzern-Airlines lediglich 2,6 Millionen Fluggäste, 87 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die weltweiten Reisebeschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie hatten den Flugverkehr 2020 erst im Laufe des März zusammenbrechen lassen. Der Konzernumsatz sackte nun um 79 Prozent auf 968 Millionen Euro, wobei das Cargo-Geschäft kräftig zulegte.

Wie andere Airline-Chefs setzt auch Gallego auf einen Erfolg der Impfkampagnen, auf internationale Regeln zu Corona-Tests für Passagiere und die Öffnung von Reisekorridoren zwischen Ländern wie Großbritannien und den USA. Wegen der anhaltenden Unsicherheit rund um die Pandemie und die Fortdauer der Reisebeschränkungen wagt der Manager weiterhin keine Ergebnisprognose für 2021.

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