Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Freitag

Der Alltag in Lettland während der Coronavirus-Pandemie. Foto: epa/Toms Kalnins
Der Alltag in Lettland während der Coronavirus-Pandemie. Foto: epa/Toms Kalnins

Lettland verlangt negativen Corona-Test vor Einreise

RIGA: Lettland hat seine Einreisebestimmungen verschärft. Seit Freitag ist die Einreise in das baltische EU-Land nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Die Regel gilt auch für lettische Staatsbürger, wie das Verkehrsministerium in Riga mitteilte. Der Testbefund darf nicht älter als 72 Stunden sein, muss vor Abreise der Fluggesellschaft oder anderen Beförderungsunternehmen vorgelegt und bei der elektronischen Einreiseregistrierung angegeben werden. Auch die Quarantänepflicht bleibt bestehen: Alle Einreisenden müssen sich in Lettland für zehn Tage in Selbstisolation begeben.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern kämpft seit dem Herbst mit einer steigenden Anzahl Neuinfektionen - die Entwicklung ist gegenwärtig schlechter als in Deutschland. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie über 54.000 Fälle erfasst, 935 Menschen starben.


Nato macht Moskau verantwortlich für Scheitern von Open-Skies-Vertrag

BRÜSSEL: Die Nato sieht die Verantwortung für die zuletzt unzureichende Umsetzung des Open-Skies-Abkommens vor allem bei Russland. «Russlands selektive Umsetzung der Verpflichtungen unter dem Open-Skies-Abkommen hat den Beitrag dieses wichtigen Vertrags zu Sicherheit und Stabilität im euro-atlantischen Raum seit einiger Zeit untergraben», sagte der stellvertretende Nato-Sprecher Piers Cazalet am Freitag auf Anfrage. Zuvor hatte das russische Außenministerium mitgeteilt, den Vertrag über militärische Beobachtungsflüge wie zuvor schon die USA zu verlassen.

Dies habe man zur Kenntnis genommen, sagte Cazalet. Alle Nato-Verbündeten setzten sich weiter für eine wirksame internationale Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung von Atomwaffen ein. Dies sei von wesentlicher Bedeutung für die Sicherheit. Die Alliierten berieten weiter über die Zukunft der Rüstungskontrolle. Zudem bleibe man offen für weiteren Dialog im Nato-Russland-Rat. Die bislang letzten Gespräche mit Moskau in diesem Format gab es allerdings im Juli 2019.


Lufthansa reduziert vorübergehend Südafrika-Flüge

JOHANNESBURG: Nach Einschränkungen beim Reiseverkehr wegen einer neuen Corona-Variante reduziert die Lufthansa ihre Flüge nach Südafrika. «Die Lufthansa Group passt ihr Flugangebot nach Südafrika an die gesunkene Nachfrage an», erklärte die Airline der Deutschen Presse-Agentur. Ab dem 25. Januar wird die Lufthansa nur noch dreimal statt wie bisher fünfmal wöchentlich die Strecke Frankfurt-Johannesburg mit einer Boeing 747-8 bedienen. Die Strecke München-Kapstadt dagegen wird für den verbleibenden Winterflugplan 2020/21 ganz gestrichen.

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines, die zur Lufthansa-Gruppe gehört, hat aufgrund des behördlich angeordneten Landeverbots in Österreich ihre Flüge zwischen Wien und Kapstadt seit dem 30. Dezember ausgesetzt. Unverändert bleiben dagegen die drei wöchentlichen Flüge der Lufthansa-Tochter Swiss von Zürich nach Johannesburg. Die von Flugstreichungen betroffenen Passagiere würden auf die bestehenden Verbindungen entsprechend umgebucht, erklärte die Lufthansa. Nach offiziell unbestätigten Berichten erwägen auch andere Airlines eine Reduzierung ihres Flugangebots nach Südafrika.

Südafrika hat Ende vergangenen Jahres die Entdeckung einer neuen Corona-Variante bekanntgegeben. Sie hat Experten zufolge Ähnlichkeiten mit der Virus-Mutation in Großbritannien, hat sich aber demnach unabhängig entwickelt.

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