Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Dienstag

Foto: Freepik
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Afghanische Taliban beauftragen Konsortium mit Flughafen-Teilbetrieb

ISLAMABAD: Die in Afghanistan regierenden Taliban haben mit einem Konsortium aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Vertrag über die Bodenabfertigung für drei Flughäfen in dem Land unterzeichnet. Der Vertrag beziehe sich jedoch nur auf die Logistik der Airports Kabul, Herat und Kandahar, nicht aber auf die Sicherheit, hieß es bei der Unterzeichnung am Dienstag. Dennoch äußerten sich Vertreter der Taliban sowie des Konsortiums GAAC hoffnungsvoll, dass damit alle internationalen Fluggesellschaften ihre Flüge wieder aufnehmen werden.

Die radikal-islamistischen Taliban hatten im August 2021 im Zuge des Abzugs der internationalen Truppen die Regierung übernommen, doch kein Land hat sie bisher als legitim anerkannt. Der Luftraum Afghanistans ist derzeit für alle Überflüge gesperrt. Es finden nur Inlandsflüge und internationale Evakuierungsflüge oder Flüge zur Lieferung humanitärer Hilfe statt, sofern die Taliban dem zustimmen.

Zudem verhandele man mit Katar über weitere Verträge, die die Sicherheit der Zivilluftfahrt wie etwa die Kontrolle der Passagiere und die Flugverkehrskontrolle umfassen sollten, sagte Ghulam Jailani Wafa, der stellvertretende Taliban-Minister für Transport und Verkehr, der Deutschen Presse-Agentur. Beobachter sagten, möglicherweise wollten die Taliban mit dem jetzt geschlossenen Vertrag zeigen, dass seit ihrer Übernahme der Macht auch gute Dinge im Land passierten - auch wenn diese nur auf dem Papier stünden. Neben Katar hatte auch die Türkei mit den Taliban in den vergangenen Monaten Gespräche über den Betrieb der Flughäfen geführt.


Neben Lufthansa/MSC nur ein weiteres Angebot für Ita-Airline

ROM/FRANKFURT: Für die Übernahme der italienischen Fluggesellschaft Ita hat neben der Lufthansa und deren Partner MSC nach Medienberichten nur noch ein weiterer Interessent ein bindendes Angebot abgeben. Der Finanzinvestor Certares, der mit Air France-KLM und der US-Airline Delta zusammenarbeitet, habe vor Ende der Frist am Montagabend seine Offerte eingereicht, hieß es. Das italienische Finanzministerium als Eigentümer des Nachfolgeunternehmens von Alitalia äußerte sich am Dienstag zunächst nicht.

Die Lufthansa hatte am Montagabend auf Anfrage bestätigt, zusammen mit der Großreederei MSC ein Angebot für die Mehrheit an Ita abgegeben zu haben. Details wurden zunächst nicht bekannt - klar ist nur, dass der italienische Staat zunächst mit einer Minderheit an Bord bleiben soll. Das hatte Rom zur Bedingung gemacht.

Eine weitere Bedingung war, dass mindestens die Hälfte der Anteile von einem europäischen Unternehmen gehalten werden muss. Deshalb gründete der Finanzinvestor Certares nach Angaben der Zeitung «La Repubblica» eigens eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in Mailand. Der ursprünglich ebenfalls an Ita interessierte Luftfahrtinvestor Indigo aus den USA soll den Angaben zufolge kein Angebot abgegeben haben.

Der italienische Staat will den Verkauf der Airline Ita, die im Oktober 2021 den Betrieb der jahrelang finanziell angeschlagenen Alitalia übernommen hatte, an einen der Interessenten noch im Juni festzurren. Das hatte Finanzminister Daniele Franco angekündigt.


Luftfahrtbehörde verlängert Flugverbot für Süden Russlands erneut

MOSKAU: Wegen des Kriegs in der Ukraine haben die russischen Behörden erneut die Flugverbote im Süden des Landes verlängert - diesmal bis Ende Mai. Insgesamt elf Flughäfen bleiben bis zum 31. Mai gesperrt, wie die russische Luftfahrtbehörde Rosawijazija am Dienstag mitteilte. Es ist die inzwischen 15. Verlängerung der Flugverbote.

Betroffen sind unter anderem die Millionenstädte Rostow-am-Don, Woronesch und Krasnodar sowie die Schwarzmeer-Kurorte Anapa und Gelendschik. Verbote gelten auch für die westrussischen Städte Belgorod und Brjansk, aus denen in den vergangenen Wochen ukrainische Angriffe auf Infrastrukturobjekte gemeldet wurden. Auch die seit 2014 von Russland annektierte Krim ist von den Einschränkungen betroffen. Der Flughafen in Simferopol darf nicht angeflogen werden.

Russland hatte nach Beginn des Kriegs gegen die Ukraine am 24. Februar die Flughäfen zeitweilig geschlossen und die Verbote immer wieder verlängert. Reisenden nach Südrussland wird empfohlen über Ausweichflughäfen in Sotschi, Mineralnye Wody, Stawropol und Wolgograd in die Region zu kommen. Wegen der anhaltenden Flugverbote befürchten eine Reihe von russischen Schwarzmeerkurorten in diesem Sommer einen Einbruch bei den Touristenzahlen.


Zwei Tote nach Absturz eines Kampfflugzeugs im Iran

TEHERAN: Im Iran sind zwei Menschen beim Absturz eines Kampfjets ums Leben gekommen.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Dienstag berichtete, stürzte der Jet des Typs F-7 nahe der Stadt Isfahan bei einem Trainingsflug ab. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt.

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