Fraport verdient im Streikquartal überraschend viel

Das Logo des Frankfurter Flughafens am Frankfurter Flughafen. Foto: epa/Mauritz Antin
Das Logo des Frankfurter Flughafens am Frankfurter Flughafen. Foto: epa/Mauritz Antin

FRANKFURT/MAIN: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist trotz der Streiks im ersten Quartal überraschend stark in die Gewinnzone zurückgekehrt. Auf die Aktionäre entfiel in der typischerweise schwachen Reisezeit ein Überschuss von gut 16 Millionen Euro nach einem Verlust von fast 22 Millionen ein Jahr zuvor, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Vorstandschef Stefan Schulte sieht den Konzern damit auf dem Weg zu seinen Jahreszielen.

So rechnet der Manager an Deutschlands größtem Airport für 2024 weiterhin mit etwa 61 bis 65 Millionen Passagieren. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll 1,26 Milliarden bis 1,36 Milliarden Euro erreichen.

Im April hat Frankfurt bei den Passagierzahlen wieder ein Stück zugelegt. Fraport zählte rund 5,1 Millionen Fluggäste nach gut 4,8 Millionen ein Jahr zuvor, wie aus einer Präsentation des Vorstands hervorgeht. Das sind allerdings noch etwa 16 Prozent weniger als vor der Corona-Pandemie im April 2019. Im Januar hatte der Rückstand zu 2019 lediglich 13 Prozent betragen - im Dezember sogar nur 6 Prozent.

Im ersten Quartal hatten Streiks bei der Lufthansa und an den Passagierkontrollen der Flughäfen die Entwicklung gebremst. Auch wegen Schnee und Eis fielen zeitweise viele Flüge aus. Für das laufende Jahr rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte in Frankfurt weiterhin mit 61 bis 65 Millionen Fluggästen.

Im ersten Quartal steigerte Fraport den Umsatz vor allem dank deutlich höherer Passagierzahlen an den Konzernflughäfen um rund 16 Prozent auf gut 890 Millionen Euro. Der operative Gewinn wuchs um mehr als ein Drittel auf knapp 213 Millionen Euro. Damit schnitt das Unternehmen deutlich besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet.

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