Airlines fordern mehr internationale Flughäfen

Archivbild: epa/Narong Sangnak
Archivbild: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Die thailändischen Fluggesellschaften setzen sich für eine bedeutende Änderung in der Tourismusstrategie des Landes ein. Während des „Ignite Tourism Thailand“-Events, das am Dienstag (11. Juni 2024) unter dem Vorsitz von Premierminister Srettha Thavisin stattfand, forderte der Präsident des Verbands der thailändischen Fluggesellschaften (AAT), Puttipong Prasarttong-Osoth, die Regierung auf, mehrere Regionalflughäfen zu internationalen Flughäfen aufzuwerten. Ziel ist es, die touristischen Einnahmen in 55 sogenannten Sekundärstädten zu steigern.

Laut Puttipong würde die Entwicklung von Regionalflughäfen, die internationale Flüge abwickeln können, direkt dazu beitragen, Touristen in weniger bekannte Provinzen zu locken. „Dies würde nicht nur die lokale Wirtschaft beleben, sondern auch zur Diversifikation der touristischen Angebote Thailands beitragen“, erklärte Puttipong während seiner Rede.

Um die gestiegenen Kosten für Flugreisen zu kompensieren, schlug Puttipong vor, dass die Regierung die Kosten für Flüge in die Sekundärstädte in die aktuellen Steuererleichterungen miteinbezieht, eine Idee, die Premierminister Srettha zur Kenntnis nahm und in Betracht ziehen will.

Der AAT drängt außerdem darauf, dass die Regierung Ankündigungen zur Visafreiheit mindestens zwei bis drei Monate vor deren Einführung veröffentlicht, um den Touristen mehr Zeit für ihre Reiseplanungen zu geben. „Frühere kurzfristige Ankündigungen haben zu Zögern bei den Reisenden geführt, ihre Reisen nach Thailand zu buchen“, erklärte Puttipong.

Zudem forderte der AAT-Präsident die Ausweitung der Luftverkehrsabkommen mit Indien, da die zusätzlichen 7.000 wöchentlichen Sitzplätze, die derzeit für alle thailändischen Fluggesellschaften zur Verfügung stehen, nicht ausreichen würden.

Parallel dazu äußerte Sisdivachr Cheewarattanaporn, Präsident des Verbands der thailändischen Reisebüros, seine Bedenken bezüglich ausländischer Reiseunternehmen, die durch niedrige Preise und minderwertige Dienstleistungen den lokalen Markt untergraben. „Es ist entscheidend, dass wir unsere Verkaufs- und Marketingstrategien verstärken, besonders auf Business-to-Business-Ebene“, betonte Sisdivachr.

Thienprasit Chaiyapatranun, Präsident des thailändischen Hotelverbands, sprach sich für staatliche Zuschüsse aus, ähnlich dem früheren „We Travel Together“-Programm zur Reisepreissubventionierung für thailändische Inlandstouristen.

Premierminister Srettha betonte beim Treffen mit den Gouverneuren der 55 Provinzen, wie wichtig die Verbesserung der Infrastruktur sei, um der wachsenden Tourismusnachfrage gerecht zu werden.

Diese strategischen Diskussionen sind Teil des größeren Plans, Thailand als eine führende touristische Destination zu positionieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung über die Hauptstadt Bangkok hinaus zu fördern.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.